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Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe des "Blickpunkt", des Mitteilungsblattes unserer Gemeinde.


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Veranstaltungskalender

Aktuelles aus dem Bistum Fulda

„Kinderwunsch – Wunschkind – Designerbaby: Wie weit gehen?“

Ökumenische Woche für das Leben 2017 bundesweit in Kassel eröffnet


Kassel. Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Martinskirche in Kassel haben der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, am Samstag (29. April 2017) die Woche für das Leben eröffnet. Sie findet bundesweit vom 29. April bis 6. Mai 2017 statt. Unter dem Jahresthema: „Kinderwunsch – Wunschkind – Designerbaby“ setzt sich die diesjährige Woche für das Leben mit den Wünschen nach einer sorgenfreien Schwangerschaft, einer glücklichen Geburt, einem gesunden Kind und einem guten Heranwachsen des Kindes auseinander.

 

Kardinal Reinhard Marx sprach in der thematischen Hinführung im Gottesdienst davon, dass Kinder „kleine Wunder“ und deshalb für viele Menschen aus einer gelungenen Lebensplanung kaum wegzudenken sind. Wenn der Kindersegen jedoch ausbleibe oder die Sorge um das ungeborene Kind übermächtig werde, dann „hat niemand das Recht, über die Paare in solchen Zerreißproben selbstgerecht zu urteilen“, so Kardinal Marx. Die heutige Medizin biete eine ganze Reihe von Handlungs- und Behandlungsmöglichkeiten an, „die auch Fragen aufwerfen und Bedenken auslösen. Sei es, weil sie eine erhebliche Belastung für die Behandelten mit sich bringen, sei es, weil sie unter ethischer Perspektive Grenzen überschreiten, oder sei es, weil sie für die Betroffenen und nicht zuletzt für die weitere Entwicklung der Kinder unabsehbare Konsequenzen nach sich ziehen.“ Im Ringen um einen wirklichen Fortschritt gelte es, „den klaren Blick für die drohenden Verhängnisse zu bewahren, die sich aus der Anwendung von Technik ergeben können. Oft genug sind Menschen zu Opfern einer rücksichtslosen und gewalttätigen Technisierung von Lebensbereichen geworden. Diese Erfahrung drängt zu besonderer Vorsicht, zumal, wenn es um die Entwicklung und Entfaltung menschlichen Lebens geht.“ Auch jenseits von Präimplantationsdiagnostiken, in deren Folge Embryonen aussortiert, wissenschaftlich verzweckt und schließlich vernichtet werden und die sich verbieten, gelte es, „der technischen Machbarkeit nicht blind zu vertrauen. Letztlich ist immer daran zu erinnern, dass Kinder ein Geschenk und das menschliche Leben auch Geschick ist.“

 

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm wies in seiner Predigt im Gottesdienst darauf hin, dass mit den modernen medizintechnischen Entwicklungen eine tiefe Ambivalenz verbunden sei. „Möglicherweise stecken die größten Gefahren der Nutzung der neuen Biotechnologien nicht in der bewussten Konstruktion von neuen Menschen, die manche als Frankenstein-Horrorvisionen an die Wand malen. Möglicherweise ist das viel Gefährlichere die schleichende Verfügbarmachung des Lebens, die Verbindung von Biotechnologie mit der modernen Konsumkultur.“ Es bestehe heute etwa die Möglichkeit, auf Internetseiten internationaler Fortpflanzungskliniken anhand der Persönlichkeitsprofile der Spenderinnen die gewünschten Eizellen für eine künstliche Befruchtung auszuwählen und zu erwerben. Die meisten Menschen, die diese Angebote nutzten, hätten eine Leidensgeschichte ersehnter Elternschaft hinter sich. Trotzdem müssten hier Grenzen geachtet werden. Ein Umgang mit menschlichem Leben als Ware widerspräche einer Sozialkultur, in deren Zentrum die Würde des Menschen steht. Der Kern des Würdebegriffs schließe jede Instrumentalisierung und Ökonomisierung aus, unterstrich der Ratsvorsitzende. „Es hat seine guten Gründe, dass das deutsche Embryonenschutzgesetz gegenüber der Verzweckung menschlichen Lebens eine klare Sperre einbaut.“

 

An dem ökumenischen Eröffnungsgottesdienst in Kassel mit zahlreichen Teilnehmenden aus Gesellschaft, Politik, Bildung, Medizin und Religionsgemeinschaften wirkten außerdem Bischof Martin Hein (Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck) und Bischof Heinz Josef Algermissen (Bistum Fulda) mit.

 

Erstmalig fand bereits am Vortag der Eröffnung (28. April 2017) ein Schülertag mit sieben Workshops zum Jahresmotto „Kinderwunsch – Wunschkind – Designerbaby“ in der CROSS Jugendkulturkirche Kassel statt. 104 Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe setzten sich einen Tag lang intensiv mit diesem aktuellen Jahresthema auseinander.

 

Hintergrund zum Schwerpunktthema der Woche für das Leben 2017:

Bei der Woche für das Leben geht es in diesem Jahr um Themen wie Zeugung, Schwangerschaft und Geburt und die damit zusammenhängenden Fragen der reproduktionsmedizinischen Techniken und der diagnostischen Verfahren zum Erkennen genetischer Defekte und Krankheiten vor Implantation oder Geburt. Außerdem werden aktuelle Diskussionen unter anderem zur Veränderung der DNA eines Menschen (Genome Editing) und zum Einfrieren von Eizellen (Social Egg Freezing) behandelt. Hierbei stellen sich vielfältige ethische Fragen, etwa die nach dem Umgang mit „überzähligen“ Embryonen, nach dem möglichen Auseinanderfallen biologischer, rechtlicher und sozialer Elternschaft oder die nach der Gefahr von Selektionen. Die immer wieder diskutierte Öffnung der mit dem deutschen Embryonenschutzgesetz aufgewiesenen klaren Grenzen ist eine mit der Thematik verbundene ethische Herausforderung und steht im Mittelpunkt der diesjährigen Woche für das Leben .

 

Die Woche für das Leben setzt sich für ein „Ja“ zum Leben ein. Dabei sind gerade auch die schwierigen Lebenssituationen im Blick, in denen Paare stehen, die sich sehnlichst ein Kind wünschen oder sich um die Gesundheit ihres noch ungeborenen Kindes sorgen. Den Seelsorgern begegnen vielfach Menschen, die über verschiedene Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin nachdenken und vor wichtigen Entscheidungen stehen. Bei diesen Überlegungen möchten die Kirchen Gespräch und Orientierung anbieten.

 

Die Woche für das Leben ist seit mehr als 20 Jahren die ökumenische Aktion der evangelischen und katholischen Kirche für den Schutz und die Würde des Menschen vom Lebensanfang bis zum Lebensende. Themenheft, Info-Flyer und weitere Informationen zur Woche für das Leben stehen unter www.woche-fuer-das-leben.de zur Verfügung. 


„Strategische Ziele zur Ausrichtung der Pastoral im Bistum Fulda“
vorgestellt – Bischof Algermissen über Zukunft der Seelsorge

 

Fulda (bpf). Das Bistum Fulda steht wie die anderen Diözesen in Deutschland vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und kirchlicher Veränderungen mitten in einem Prozess des Umbaus und der Neuausrichtung. Im Rahmen des seit 2002 laufenden Pastoralen Prozesses im Bistum Fulda und dem Projekt „Bistum Fulda 2030“ stellte Bischof Heinz Josef Algermissen am Montag vor Pressevertretern den Textentwurf der in den vergangenen zwei Jahren erarbeiteten „Strategischen Ziele zur Ausrichtung der Pastoral im Bistum Fulda“ vor.

 

„Der Aufbruch beginnt bereits mit dem Betreten des richtigen Weges“, stellte der Oberhirte heraus. Er verwies auf den Bezugspunkt des gemeinsamen zukünftigen Weges der Kirche von Fulda: „Die Grundlage all unserer Überlegungen ist die Erlösung der Menschen durch Jesus Christus, durch sein Leben, Sterben und seine alles verändernde Auferstehung.“ Diese Grundlage dürfe man nicht aus den Augen verlieren. „Der Abschied von der additiven Pastoral muss einhergehen mit einer neuen Sichtweise und Organisationsform seelsorglicher Arbeit.“ Eine solche neue Form könne dann gewährleisten, dass die Kirche auch in Zukunft in der deutschen Gesellschaft wirksam präsent sei – „vermutlich nicht mehr in einer flächendeckenden Omnipräsenz, wohl aber mit einem wahrnehmbaren geistlich profilierten Angebot, das wie Leuchttürme in Meeresnähe für die Menschen in unserem Bistum sichtbar ist.“

 

Die Strategischen Ziele, die mit Zusatzinformationen auch im Internet unter www.2030.bistum-fulda.de abgerufen werden können, sollen in den nächsten Wochen und Monaten bistumsweit diskutiert werden. Dazu sind auch vier regionale Konsultationsveranstaltungen vorgesehen: am 30. April in der Stiftsschule Amöneburg, am 7. Mai in der Kopernikusschule in Somborn, am 21. Mai in der Engelsburg in Kassel und am 11. Juni im Marianum Fulda. Unter Berücksichtigung der Rückmeldungen beabsichtigt Bischof Algermissen dann, die Strategischen Ziele bis zum Jahresende verbindlich in Kraft zu setzen. Gründliche Beratung sei hier allerdings vorrangig vor zeitlichen Vorgaben, so der Bischof, und alle Gemeinden und Einrichtungen müssten sich an dem Prozess beteiligen. In den Strategischen Zielen geht es unter anderem um eine Neuaufstellung in der Seelsorge, bei der neben der Bildung von größeren Pfarreien zugleich der Aufbau eines Netzwerkes aus verschiedenen „Pastoralen Orten“ in den Pfarreien in den Blick gerückt wird, aber auch um die Frage, wie die das Bistum Fulda bis 2030 mit zurückgehenden Finanzmitteln umgehen kann.

 

„Wir werden künftig mehr Zeit für suchende Menschen in Bereichen aufwenden, wo wir bislang nicht so präsent sind“, betonte Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke. Auch Ehrenamtliche sollen verstärkt für die Verkündigung der christlichen Botschaft gewonnen werden. Es sei eine Chance, wenn in den künftigen größeren Gemeinden eine Vielzahl von Begabungen in der Leitungsebene zum Tragen komme und nicht mehr nur alles auf den Schultern eines Pfarrers ruhe. Personaldezernent Domkapitular Christof Steinert erläuterte, dass in den neu zusammengefassten Pfarreien beispielsweise hauptamtliche Laien als Verwaltungsleiter die Priester entlasten sollten, damit diese mehr Zeit für die Feier der Eucharistie und die Seelsorge hätten. Seelsorgeamtsleiter Ordinariatsrat Peter Göb unterstrich, dass künftig qualifizierte Männer und Frauen an den Pastoralen Orten in verantwortlicher Weise für die Kirche wirken sollten. Dabei gelte es, die Menschen vor Ort mit ihren Bedürfnissen im Blick zu haben. 

Fulda, 19. April 2016


Mehr Synodalität

Fuldaer Delegierte laden zum Katholikentag ein

 

Fulda, Geisa, Hanau, Kassel, Marburg (mz) Zur Teilnahme am Katholikentag, der vom 25. – 29. Mai 2016 in Leipzig stattfindet, haben die ZdK-Delegierten des Fuldaer Katholikenrates, Bettina Faber-Ruffing, Richard Pfeifer zusammen mit dem Vorsitzenden Steffen Flicker eingeladen.

 

„Leipzig als weltoffene Messestadt und das 100. Jubiläum des Katholikentages sind gleich zwei gute Gründe für die Teilnahme“, sagte der Katholikenratsvorsitzende. Die jährliche Tagung der ZdK-Delegierten, Vorsitzenden und Geschäftsführer der Katholikenräte fand in diesem Jahr in der neu fertiggestellten Propsteikirche St. Trinitatis in Leipzig statt. Im Rahmen des Programms berichtete Erzbischof Dr. Heiner Koch über die Situation der Kirche in einem weitgehend areligiösen Umfeld. Der Historiker   Prof. Dr. Heinz Schilling sprach zum Thema „Der sperrige Martin Luther und die Ökumene heute“. Zdk-Präsident Thomas Sternberg forderte mehr Mitspracherechte für Laien in der katholischen Kirche. „Wenn die Bischöfe den Papst beim Wort nehmen, muss sich in Deutschland etwas ändern“, sagte Prof. Sternberg. Er forderte ein synodales Gremium von Bischöfen und Laien, das politische Äußerungen der bundesdeutschen Kirche öffentlich mit einer gemeinsamen Stimme formuliert.

                                                        Fulda, 21. März 2016


pax christi Präsident Bischof Algermissen warnt vor Kriegsbeteiligung in Syrien

  

Erklärung des pax christi-Präsidenten Bischof Heinz Josef Algermissen, Fulda

 

Unter hohem Zeitdruck entscheidet das Parlament heute über einen Militäreinsatz in Syrien. Ein Ja dazu bedeutet, ein militärisches Abenteuer zu beginnen, dessen Ziel und Ende nicht absehbar ist, in einer Region, wo bereits viele Akteure bombardieren und kämpfen. pax christi warnt vor einer Kriegsbeteiligung.

Dieser Militäreinsatz wird aus Solidarität mit Frankreich begonnen. Solidarität mit Frankreich ist wichtig nach dem deutschen Unrecht der Weltkriege. Solidarität muss jedoch anders gelebt werden als Militäreinsätze zu unterstützen. Wie wir Bischöfe in der Erklärung „Terrorismus als ethische Herausforderung“   (2011) feststellten, fällt Terrorismus, auch die abscheulichen Terroranschläge von Paris mit Tätern aus Frankreich und Belgien, in den Bereich der inneren Sicherheitsbehörden: „Für die präventive Gefahrenabwehr und für die repressive Strafverfolgung von international agierenden Terroristen bietet sich eine angemessene Ausweitung der schon vor-handenen Formen grenzüberschreitender   polizeilicher Zusammenarbeit an.“(S. 57)

 

Seit fünf Jahren herrscht in Syrien Krieg. Mehr als 250.000 Menschen wurden getötet, Millionen sind auf der Flucht. Die Waffen müssten endlich schweigen, stattdessen treten neue Akteure wie Deutschland in den Krieg ein. Die Gewaltspirale wird dadurch nicht gestoppt. Die Luftangriffe, die nun auch mit deutscher Hilfe erfolgen, treffen die gesamte syrische Bevölkerung.   Der Patriarch der libanesischen Maroniten, Kardinal Bechara Rai hat bei seinem Besuch in Deutschland die westlichen Regierungen zur Zurückhaltung gegenüber der arabischen Welt aufgerufen. Er macht deutlich, dass   die Christen im Nahen Osten den Preis für jeden Schritt einer westlichen Regierung zahlen, weil jeder Christ im Nahen Osten als Verbündeter des Westens gilt. Erforderlich sei mehr internationaler Druck auf Saudi-Arabien und den Iran, die auf syrischem Boden um die regionale Vorherrschaft kämpften.

 

pax christi sah und sieht immer noch in den in Wien begonnenen Gesprächen zu Syrien einen Hoffnungsschimmer, wo unter Beteiligung von regionalen Mächten wie Iran, Saudi-Arabien und Türkei ein Waffenstillstand erreicht werden könnte. Jeder weitere Staat, der sich an den Bombardierungen beteiligt, verstärkt die Militarisierung der Region und die Weltgemeinschaft läuft Gefahr sich in die militärische Sackgasse zu bewegen. Auch wenn es sich möglicherweise nicht um den perfekten Plan handelt, muss die internationale Gemeinschaft nun ihre ganze Energie darauf verwenden, die politische Lösung des Konfliktes am Verhandlungstisch voran zu bringen. Der Weg, den die Bundesregierung nun unterstützen will, gleichzeitig zu diplomatischen Bemühungen mit der Unterstützung von Luftangriffen Kriegspartei zu werden und Angst und Schrecken zu verbreiten, konterkariert den diplomatischen Weg. Deutschland entfernt sich damit von seiner Entscheidung für zivile Wege der internationalen Politik.

 

Berlin/Fulda, 4. Dezember 2015

                                                                                               + Heinz Josef Algermissen

                                                                                   Präsident von pax christi Deutschland

                                                                                                  Bischof von Fulda 


Haushalt des Bistums Fulda 2016 vorgelegt

Diözesan-Kirchensteuerrat verabschiedete Haushalt – erster Geschäftsbericht

im Frühjahr 2016

 

Fulda/Hanau/Kassel/Marburg (bpf). Der Kirchensteuerrat des Bistums Fulda hat auf seiner jüngsten Sitzung den Haushalt 2016 für das Bistum verabschiedet. Mit 152,2 Millionen Euro liegen die geplanten Aufwendungen rund 21,5 Millionen Euro über dem Ansatz des Jahres 2015. Die deutliche Aufwendungssteigerung liegt vor allem in der Umstellung von der sogenannten Kameralistik auf die doppelte Buchführung begründet. Allein die erstmals veranschlagten Zuführungen zu den Rückstellungen für Pensionen beziffern sich auf rund 13,4 Millionen Euro. Dem Kirchensteuerrat, der sich aus gewählten ehrenamtlichen Mitgliedern aus dem gesamten Bistumsgebiet zusammensetzt, obliegt seit seiner Gründung im Jahre 1972 die Beschlussfassung über den Haushalt der Diözese. Vorsitzender des Gremiums ist Philipp Zmyi-Köbel (Schwalmstadt), stellvertretender Vorsitzender Dr. Joachim Hein (Fulda).

 

Kirchensteuer Hauptertrag des Bistums – erstmals Position für Flüchtlingshilfe

In der Sitzung legte der Leiter der Finanzabteilung im Bischöflichen Generalvikariat, Finanzdirektor Gerhard Stanke, dar, dass im kommenden Jahr wegen der guten konjunkturellen Lage und der Lohnsteuerentwicklung ein Kirchensteueraufkommen von 105,14 Millionen Euro (rund 80 Prozent der Erträge des Bistums) zu erwarten sei, gab aber auch zu bedenken, dass der interdiözesane Finanzausgleich (Clearing-Verfahren) und die an die Finanzämter abzuführenden Hebegebühren für den Kirchensteuereinzug zusammen erstmals 18 Millionen Euro übersteigen werden. Die Ersatzschulfinanzierung (Zahlungen des Landes und der Landkreise an freie Schulträger) betragen 2016 rund 11,5 Millionen Euro, die Staatsleistungen für die Belange des Bistums 8,76 Millionen Euro. Die erstmalige Bewertung des Immobilienvermögens der Diözese ist noch nicht abgeschlossen, soll aber zusammen mit dem ersten Geschäftsbericht im Frühjahr 2016 vorliegen. In den Bistumshaushalt 2016 wurde eine Position für die Unterstützung von Flüchtlingen aufgenommen. „Mit einem Volumen von einer Million Euro soll Menschen, die ihre gesamte Existenzgrundlage verloren haben, spürbare Hilfe zuteilwerden“, so der Finanzdirektor. Die entsprechenden Hilfsaktionen würden eng mit Caritas und Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) koordiniert; auch sei eine Auszahlung an Kirchengemeinden denkbar, die in der Flüchtlingshilfe aktiv seien.

 

Wie der Sprecher des Haushaltsausschusses, Hans-Joachim Frohnapfel (Fulda), ausführte, stünden dem derzeit hohen Kirchensteueraufkommen ein gesteigerter Aufwand für Personal und, infolge der geplanten EDV-Strategie des Bistums, für die Verwaltung gegenüber, so dass es zu einem geschätzten Fehlbetrag von 11,3 Millionen Euro komme. Dieser resultiere ausschließlich aus dem Aufwand für die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von 13,4 Millionen Euro, der nicht liquiditätswirksam ist. Da die Rückstellungen in früheren Jahren voll ausfinanziert wurden, stellt aus betriebswirtschaftlicher Sicht dieser Aufwand eine Neutralisierung der Erträge aus früheren Jahren dar. Die Schlüsselzuweisungen an die Kirchengemeinden steigen auf 17,4 Millionen Euro, die Investitionszuweisungen auf 6,5 Millionen Euro.

 

Mit Finanzmitteln Heilsames für die Menschen tun

Bischof Heinz Josef Algermissen, der persönlich an der Sitzung des Kirchensteuerrats teilnahm, dankte dem Kirchensteuerrat und den Abteilungen des Bischöflichen Generalvikariats für ihre kompetente Arbeit und ihren Einsatz für eine lebendige Kirche, die aus Ortskirche und Weltkirche gleichermaßen bestehe. „Ohne göttliche Kraft wäre Kirche nicht möglich, aber sie braucht für die Erfüllung ihrer Aufgaben auch materielle Mittel“, unterstrich der Bischof. „Mit unserem Geld tun wir etwas Heilsames für die Menschen, die uns vor Ort und weltweit anvertraut sind.“ Die Menschen im Bistum Fulda zahlten ihre Kirchensteuer dafür, dass in die Seelsorge investiert werde. Die Diözese müsse ihre Finanzmittel vorausschauend und sinnvoll einsetzen. Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke betonte, dass das Bistum immer daran interessiert sei, ehrenamtlich Tätige in ihren Gemeinden zu gewinnen. Leider sei ein Rückgang beim ehrenamtlichen Engagement im Bistum festzustellen. Es stelle sich daher die Frage, welche Aufgabe künftig für die Kirche zentral blieben und welche sie lassen müsse.

 

***

 

Der Haushalt 2016 im Einzelnen:

 

Pastorale Aufgaben der Kirche vor Ort

Der Bistumshaushalt 2016 stellt die Seelsorge an den Menschen an die erste Stelle. Hohe Priorität hat hierbei die Pfarrseelsorge. Ein großer Teil der Einnahmen fließt daher den 304 Kirchengemeinden des Bistums zu. Als Schlüsselzuweisungen werden den Kirchengemeinden insgesamt 17,4 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Hierin sind allein für die Kindertagesstätten Kostenzuschüsse in Höhe von 6,5 Millionen Euro enthalten. „Kindertagesstätten sind wichtige pastorale Orte für das Bistum Fulda, denn hier wird aus dem Geist des Evangeliums für Kinder und Eltern ein wichtiger Dienst geleistet“, betont Generalvikar Prof. Stanke. Deshalb habe das Bistum für 2016 die Kindergartenzuschüsse an seine Kirchengemeinden um über zehn Prozent gegenüber dem laufenden Jahr erhöht. Für die Kirchengemeinden werden insgesamt 46,8 Millionen Euro aufgewandt. Über die Hälfte der Kirchensteuereinnahmen fließen also den Kirchengemeinden zu, damit sie ihre vielfältigen pastoralen Aufgaben erfüllen können. Rechnet man die Ausgaben für besondere Seelsorgsbereiche – darunter z. B. die Jugendseelsorge mit 1,65 Millionen Euro und die Krankenseelsorge mit 2,13 Millionen Euro – hinzu, fließen insgesamt 53,67 Millionen Euro in Kirchengemeinden und Seelsorge.

 

Wichtiger bildungspolitischer Beitrag der Kirche

Das Bistum Fulda unterhält drei eigene Schulen in Amöneburg, Fritzlar und Hanau, für die zusammen mit vier weiteren katholischen Schulen im Bistum im Haushalt 2016 19,43 Millionen Euro veranschlagt werden. Hiervon trägt das Bistum nach Abzug aller Refinanzierungen rund 6,8 Millionen Euro aus Kirchensteuermitteln. Für die Erteilung des Religionsunterrichts werden 1,74 Millionen Euro geleistet. Für die theologische Aus- und Fortbildung sind 1,93 Millionen Euro vorgesehen. Im Rahmen der Erwachsenenbildung werden 0,7 Millionen Euro aufgewandt. Für die vielfältigen Bildungs- und kulturellen Aufgaben des Bistums Fulda stehen insgesamt 30,5 Millionen Euro zur Verfügung.

 

Caritative Einrichtungen und soziale Aufgaben

Im Jahr 2016 sind im sozialen Bereich 9,75 Millionen Euro veranschlagt. Hauptträger kirchlicher Sozialarbeit ist der Diözesan-Caritasverband mit seinen Unterverbänden in Fulda – Geisa, Hanau, Kassel und Marburg. Er erhält als Zuweisung des Bistums 3,4 Millionen Euro. Die Ortsverbände des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) werden mit 1,5 Millionen Euro unterstützt. Damit werden unter anderem finanziert: die Hilfe für Opfer von Missbrauch und Gewalt, die Inobhutnahme von Kindern, die Sucht-, Drogen- und Schuldnerberatung, die stationäre und mobile Altenhilfe – dies auch an Orten, wo andere Anbieter sich zurückziehen, weil die Wirtschaftlichkeit nicht gegeben ist. 1 Million Euro wurde für die Flüchtlingshilfe zur Förderung von Integration bereitgestellt, beispielsweise durch Sprachkurse. Ein großes Anliegen ist der Schutz des ungeborenen Lebens. Der bischöfliche Hilfsfonds für Mütter in Not unterstützt Frauen in Not- und Konfliktsituationen. Er erhält auch im neuen Haushalt wieder 800.000 Euro. Die katholischen Vereine und Verbände werden mit 930.000 Euro unterstützt. Der Bistumszuschuss für katholische Altenheime beträgt 439.000 Euro.

 

Weltkirche im Blickpunkt

Kirche macht nicht an den Grenzen des eigenen Bistums halt. Die Gemeinschaft der Bistümer Deutschlands – der Verband der Diözesen (VDD) – nimmt beispielsweise gesamtkirchliche Aufgaben aller Bistümer wahr. Solche sind etwa die Förderung von Entwicklungsprojekten, die Unterstützung der Missions- und Sozialarbeit der Weltkirche und die Hilfen für die Diaspora. Alle Bistümer zahlen eine Umlage an den Verband der Diözesen. Sie beträgt 2016 für das Bistum Fulda 3,3 Millionen Euro. Zusätzlich bringt die Diözese weitere 517.000 Euro für Mission und Entwicklungshilfe auf. 


„Der Papst ist in erster Linie Seelsorger“

Bischof Heinz Josef Algermissen von Romreise zurückgekehrt

 

Rom/Fulda (bpf). „Papst Franziskus ist in erster Linie Seelsorger, der zu den Menschen geht – deshalb wird er auch seine nicht ungefährliche Afrikareise antreten“, betonte Bischof Heinz Josef Algermissen nach seiner Rückkehr aus Rom. Der Bischof war zusammen mit Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez im Rahmen des Ad-Limina-Besuches der deutschen Bischöfe mit dem Heiligen Vater zu einem anderthalbstündigen Gespräch zusammengetroffen, das „sehr dicht war und in mitbrüderlicher Atmosphäre verlief“. Der Papst habe Fulda sofort mit dem heiligen Bonifatius in Verbindung gebracht, so Algermissen. „Er bat uns auch um unser Gebet am Grab des Apostels der Deutschen für sich und sein schwieriges Amt.“ Es handelte sich um den dritten Ad-Limina-Besuch des Fuldaer Bischofs in den letzten 18 Jahren. „Franziskus ist wirklich ein ganz besonderer Mensch – hoffentlich bleibt er gesund“, hob Algermissen hervor.

 

In Rom führten Bischof Algermissen und Weihbischof Diez eine Vielzahl von Gesprächen in den vatikanischen Kongregationen und Räten. „Es war schön, den Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre Kardinal Gerhard Ludwig Müller wiederzusehen, der Ende Juli 2014 im Rahmen des Kongresses ‚Freude am Glauben‘ in Fulda im Bischofshaus war.“ Die Beziehungen zum Protestantismus im Hinblick auf das bevorstehende Reformationsgedenkjahr 2017 wurden in einem Gespräch mit Kardinal Kurt Koch, dem Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, thematisiert. Auch stand ein Besuch beim Päpstlichen Rat für die Familie unter dem Präsidenten Erzbischof Vincenzo Paglia auf dem Programm; es ging hier vor allem um die Probleme der Familien in einer geänderten Gesellschaft und um die Konsequenzen aus der Synode zu Ehe und Familie. Des Weiteren wurden Gespräche in der Kongregation für das Bildungswesen, im Staatssekretariat, in der Bischofskongregation, in der Kongregation für die Heiligsprechungen und in der Gottesdienstkongregation geführt. 


Bildunterschrift des 1. Bildes

Generalvikar Stanke 70 Jahre

Fulda (bpf). Apostolischer Protonotar Prof. Dr. Gerhard Stanke, Generalvikar des Bischofs von Fulda seit 2008 und Domkapitular, kann am 4. November seinen 70. Geburtstag begehen. Am Sonntag, 8. November, wird der Generalvikar um 10 Uhr im Fuldaer Dom ein Kathedralamt feiern, in dem Bischof Heinz Josef Algermissen die Predigt hält. Anschließend besteht bei einem Empfang im Auditorium maximum der Theologischen Fakultät Gelegenheit zur Gratulation.

Der Jubilar wurde 1945 in Thröm (Kreis Ratibor) in Oberschlesien (heute Třebom in Tschechisch-Schlesien) geboren. Infolge der Vertreibung aus der Heimat ließ sich seine Familie 1946 in Thalau in der Rhön nieder. Nach dem Abitur 1965 am Domgymnasium in Fulda studierte Stanke Theologie und Philosophie in Königstein, München und Fulda. Am 4. April 1971 empfing er im Fuldaer Dom durch Bischof Dr. Adolf Bolte die Priesterweihe. Nach seiner Kaplanszeit in Wächtersbach, Amöneburg und Bad Orb wurde er zu zusätzlichen Studien in Würzburg freigestellt. Hier promovierte er 1980 im Fach Moraltheologie. Im Oktober desselben Jahres wurde Stanke von Bischof Dr. Eduard Schick zum Regens des Fuldaer Priesterseminars ernannt. In dieser Funktion blieb er bis Ende September 2002 tätig. Nahezu eine ganze Generation lang bildete er die Priester der Diözese aus. Ende 1994 erfolgte seine Ernennung zum Domkapitular an der Fuldaer Kathedralkirche. Von 1988 bis 1991 wirkte Prof. Stanke als Diözesan-Frauenseelsorger. Am 1. Februar 1999 übernahm er das Amt des Geistlichen Beirats des Sozialdienstes Katholischer Frauen (SkF) in der Diözese, das er bis heute ausübt.

Prof. Stanke war von 2003 bis 2008 in der Nachfolge von Weihbischof Johannes Kapp Bischofsvikar des Bischofs von Fulda und Personalreferent für Priester und Laien im pastoralen Dienst. Er wirkte parallel zu seiner Regententätigkeit von 1991 bis 2004 als Ordentlicher Professor für Moraltheologie an der Theologischen Fakultät in Fulda. Von Herbst 2002 bis Herbst 2003 hatte Stanke den Vorsitz des Arbeitsstabes für die Prüfung von Vorwürfen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch Geistliche inne, dessen Mitglied er auch weiterhin ist. Vom Bischof von Temeschwar/Timişoara (Rumänien), Martin Roos, wurde Stanke im März 2004 in Anerkennung seiner Verdienste um die Aus- und Fortbildung von Priestern aus dieser Diözese zum Ehrendomkapitular des Kapitels der Kathedrale St. Georg zu Temeschwar ernannt. Seit dem 15. Oktober 2008 ist Prof. Stanke Generalvikar des Bischofs von Fulda und Moderator der Kurie. Im April 2010 wurde er von Papst Benedikt XVI. zum Apostolischen Protonotar ernannt. Prof. Stanke versteht es, auch schwierigste Zusammenhänge prägnant auf den Punkt zu bringen. In Diskussionsforen hat er sich stets als offener Gesprächspartner erwiesen. Prof. Stanke hat verschiedene wissenschaftliche und theologische Veröffentlichungen vorgelegt und zahlreiche Rundfunkbeiträge verfasst.

Generalvikar Dr. Stanke liegt die Seelsorge sehr am Herzen, so dass er neben seiner Verwaltungstätigkeit immer wieder auch seelsorgliche Aufgaben übernimmt (regelmäßige Krankenbesuche, Trauerbegleitung u. a.). Sowohl als Regens wie auch als Generalvikar hatte er größere Bauprojekte zu verantworten, zum einen den Umbau und die Modernisierung des Bischöflichen Priesterseminars über mehrere Jahre, zum anderen die jüngst abgeschlossene Renovierung und energetische Sanierung des Verwaltungsgebäudes des Bischöflichen Generalvikariats.

 

„Zum Glauben bewegen wir Menschen nur, wenn wir sie lieben“


80 Hauptamtliche bei Fortbildung zu missionarischer Pastoral mit Bischof Dr. Koch
Fulda/Hanau/Kassel/Marburg. Zum fünften Tagesseminar aus der Reihe „Wir sind gesandt! Bausteine einer missionarischen Pastoral“ waren 80 Hauptamtliche aus der Pastoral des Bistums aus allen Dekanaten ins Fuldaer Bonifatiushaus angereist. Bei dieser Fortbildung, die von Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez begleitet wurde, ging es um den Weg von einer bewahrenden zu einer missionarischen Pastoral und um die Berufung der Familie in der Kirche und in der heutigen Welt. Die Veranstaltungsleitung hatten Thomas Bretz, Referent für Neuevangelisierung und Mitarbeiter in der Familienpastoral im Seelsorgeamt und Dechant Markus Günther, Diözesanbeauftragter für den Erwachsenenkatechumenat.

Bischof Dr. Heiner Koch, der Gastreferent aus der Diözese Dresden-Meißen, wies bei seinem Vortrag darauf hin, dass es eine missionarische Pastoral ohne begeisterte Menschen nicht geben kann. „Wenn wir die Glaubensfreude in uns haben, dann sind wir missionarisch - wie auch Papst Franziskus in seinem Schreiben Evangelii gaudium so treffend auslegt“, erläuterte Koch in einem sehr inspirierenden und kurzweiligen Vortragsstil. Er ermutigte die Hauptamtlichen „Begegnungsräume zu schaffen, wo wir unabsichtlich erreichbar sind“, denn bei aller Konzepte- und Methodenkompetenz „können wir Menschen nur zum Glauben bewegen, wenn wir wirklich und ernsthaft an ihnen interessiert sind, sie lieben und mit ihnen gemeinsam Suchende bleiben.“ Es gelte die Glaubens- und die Gottesfrage in unserer Gesellschaft wach zu halten. Dabei sollte sich die Pfarrei, die in erster Linie keine Überzeugungs- sondern eine Liebesgemeinschaft sei, als eine Gemeinschaft von kleinen Gemeinschaften verstehen, in denen auch über den Glauben gesprochen wird.

Bischof Koch, der auch der Vorsitzende der Kommission „Ehe und Familie“ der Deutschen Bischofskonferenz ist und als einer der drei deutschen Delegierten bei der Weltbischofssynode im Herbst in Rom teilnehmen wird, sprach davon, dass die christliche Ehe ein sichtbares Zeichen für die Liebe Gottes und deren wirksame Kraft sei: „Sie ist ein Stück gelebte Kirche. Darum spricht die Kirche von Ehe und Familie als von einer Kirche im Kleinen, von einer ´Hauskirche´, weshalb die Zukunft der Kirche und die Zukunft der Familie eng beieinander liegen“. Intensiv wurde auch während der Pausen und in einer Fragerunde mit dem Bischof über das Gehörte ausgetauscht.

Bei einer Austauschbörse am Nachmittag haben Hauptamtliche der Diözese 12 ganz verschiedene, lebendige Praxisbeispiele einer missionarischen Pastoral aus ihren Pfarreien und Pastoralverbünden in Parallelworkshops kurz vorgestellt, um darüber ins Gespräch kommen.


Gemeindereferentin Claudia Plociennik und Dr. Konrad Wundt aus Marburg haben Erfahrungen und Initiativen vom Marburger Katholikentag im letzten Jahr vorgestellt, bei dem sich mehr als 130 Ehrenamtliche aus den verschiedenen Gemeinden beteiligten und über 1000 Menschen teilnahmen. Nicole und Paul Kowalski, ehrenamtliche Ehe- & Familientrainer, stellten mit Pfr. Jan Kremer einen Ehevorbereitungskurs vor, der von einem Team geschulter Ehepaare durchgeführt wird. Dechant Stefan Buß besprach sich mit Interessierten über „Familienkreise in der Pfarrei – gestern und heute“ und Diakon Zlatko Mihajlov aus Fritzlar erläuterte Beispiele für Paare-, Kinder- und Familiensegnungen im Anschluss eines Gottesdienstes. Gemeindereferentin Hildegard Lubnow aus Künzell stellte mit Pfr. Rudolf Liebig das Projekt „Oasentag“ vor, ein kleiner Katholikentag im Pastoralverbund St. Flora Florenberg Ziehers-Süd.

„Besonders hat mir der starke Praxisbezug, die Themenvielfalt konkreter Projekte und der gehaltvolle und inspirierende Vortrag von Bischof Koch, mit seinen vielen persönlichen Beispielen gefallen und insgesamt die mutmachende Aufbruchsstimmung an diesem Tag“, äußerten sich Teilnehmer bei der Reflexion. „Es motiviert mich von vielen guten Ideen und Initiativen in unserem Bistum zu hören und ich weiß jetzt wen ich bzgl. eines geplanten Projekts in unserer Pfarrei auf seine Erfahrungen hin ansprechen kann“, lautet eine weitere Rückmeldung. Am Ende des Tages kam die Gruppe zum gemeinsamen Vespergebet mit Bischof Dr. Heiner Koch zusammen. Der Gast aus Dresden-Meißen erinnerte an die persönliche Sendung jedes Einzelnen und zeichnete den Teilnehmern mit Weihwasser ein Kreuz auf die Stirn, mit der Zusage und dem Auftrag: „Du bist gesandt!“.

Das nächste Tagesseminar für Hauptamtliche in der Reihe „Wir sind gesandt! Bausteine einer missionarischen Pastoral“, wird am 14. November 2016 in Fulda stattfinden. Gastreferent ist dann Weihbischof Wilfried Theising aus dem Bistum Münster.


Aufruf des Bischofs zur Mithilfe bei der Unterbringung von Flüchtlingen

DER BISCHOF VON FULDA
16.09.2014
Liebe Brüder und Schwestern in den Gemeinden und Ordensgemeinschaften, liebe Mitbrüder!
Jeden Tag wächst die Zahl der Flüchtlinge, die auch im Gebiet unserer Diözese Land Zuflucht suchen. Damit einher geht die Suche nach einer menschenwürdigen Unterbringung. Unter den Flüchtlingen und Asylbewerbern sind viele Christen, aber auch Moslems und Angehörige anderer Religionen. Gemäß dem Gebot der Nächstenliebe schauen wir Christen nicht auf die Herkunft der Menschen, sondern wollen ihnen helfen, weil sie in Not sind.


Daher habe ich an Sie alle eine große Bitte: Wenn sich in ihrem Verantwortungsbereich Räumlichkeiten befinden, die für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt und von den Behörden schnell für die vorübergehend provisorische Unterbringung ausgestattet werden können, geben Sie uns bitte umgehend Bescheid.


Ich danke Ihnen im Voraus für Ihre Hilfsbereitschaft und Ihr Entgegenkommen!
MICHAELSBERG 1 • 36037 FULDA


Angebote für Frauen


Neues Jahresprogramm der katholischen Frauenarbeit im Bistum Fulda

Fulda (bpf). Das neue Jahresprogramm 2015 hat die Frauenseelsorge der Diözese Fulda vorgelegt. Der 44-seitige Veranstaltungskalender informiert wieder über die katholische Frauenarbeit im Bistum. Neben den Angeboten der Frauenseelsorge und Frauenbildung der Diözese enthält das Programm wichtige Termine der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Müttergenesung und der Gemeinschaft St. Elisabeth der Pfarrhaushälterinnen.

Diözesanfrauenreferentin Irene Ziegler betont: „Geistliche Tage, Exerzitien, meditative Wochenenden mit Tanz oder Malen und Oasentage sind eine gute Gelegenheit, in die Stille zu gehen, persönlich im Glauben zu wachsen oder einen neuen Weg mit Gott zu beginnen“. Die Kursangebote und Veranstaltungen des Referates Frauenseelsorge und Frauenbildung stehen allen interessierten Frauen offen. Schriftliche Anmeldungen zu den Veranstaltungen nimmt das Referat Frauenseelsorge, Paulustor 5, 36037 Fulda, Fax 0661/87-358, E-Mail: frauenseelsorge@bistum-fulda.de entgegen.

Besonders hingewiesen sei auf den Weltgebetstag der Frauen am 6. März aus den Bahamas, die kfd-Frühjahrs-Diözesanversammlung am 21. März im Bonifatiuskloster Hünfeld, das Wohltätigkeitskonzert des Fuldaer Polizeichors zugunsten der Müttergenesungsarbeit am 29. Mai und den bistumsweiten Frauentag „Familie in veränderten Zeiten“ am 27. Juni in der Orangerie in Fulda. Zahlreich sind die Möglichkeiten zu Einkehr und Besinnung. So finden beispielsweise vom 9. bis 13. März Geistliche Tage zur Glaubensvertiefung für Frauen statt, die ihren Glaubensweg bewusst gehen wollen, mit Pater Jens Watteroth im Geistlichen Zentrum des Bonifatiusklosters Hünfeld und vom 12. bis 14. Juni ein Seminar „Rituale wiederentdecken“ mit Pater Max Rademacher OFM im Franziskanerkloster Frauenberg statt. Das Spektrum der Angebote reicht von Besinnungswochenenden, Bibelseminaren und Wanderexerzitien über die bewährten Mutter-Kind-Kurse bis hin zu kreativen und Tanzangeboten.


Bischöfliche Pressestelle Fulda, 19. Januar 2015


Katholische Pfarreien in Kassel schließen sich zusammen


Gemeindegremien verabredeten im Gespräch mit der Bistumsleitung konkrete Schritte
Kassel (wer). Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke hat in der Woche vor Weihnachten Mitglieder der Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte, hauptamtlich Mitarbeitende der Gemeinden St. Bonifatius, St. Elisabeth, St. Joseph und St. Laurentius mit ihren Pfarrern Peter Bulowski und Stefan Krönung zum Gespräch nach Fulda eingeladen. Zuvor hatten die Gremien die für sie zentralen Fragen zur Pfarreifusion der Pfarreien in Kassel Nord und Mitte gesammelt und nach Fulda übermittelt. Darüber hinaus ging es um erste Absprachen, damit der von allen Gremien der beteiligten Gemeinden gewünschte Zusammenschluss zu einer neuen Pfarrei mit Wirkung zum 1. Januar 2016 realisiert werden kann.

Von Seiten der Bistumsleitung nahmen Domkapitular Prälat Christof Steinert (Personalabteilung), Ordinariatsrat Peter Göb (Seelsorgeamt), Dr. Albert Post (Rechtsabteilung) und Dieter Griebel (Finanzabteilung) teil. Im Fokus standen dabei zunächst die rechtlichen und finanziellen Themen, die durch den Zusammenschluss der bisher selbstständigen Pfarreien entstehen: Übertragung des Eigentums an Grundstücken, Zusammenführung von Vermögen und Verbindlichkeiten, rechtliche und organisatorische Auswirkungen auf die von zwei der vier Pfarreien betriebenen Kindertagesstätten, Kompetenzen und Gestaltungsmöglichkeiten für die neuen Ortsauschüsse an den vier Kirchen. Diese sollen neben dem dann gemeinsamen Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat sicherstellen, dass Menschen weiterhin an ihrer Kirche vor Ort Ansprechpartner finden und sich auch selbst dort engagieren können.

Im Gespräch wurde deutlich, wie sehr mit dem Zusammenschluss die Folgen aus dem Rückgang der Kirchenmitgliederzahlen, des Personals und der Finanzmittel spürbar werden. Bei der sogenannten „Schlüsselzuweisung“, der sich an der Zahl der Gemeindemitglieder orientierenden Finanzausstattung von Seiten des Bistums für den Unterhalt und Betrieb der Kirchengemeinden, wird die neue gemeinsame Pfarrei schlechter dastehen als die Summe der vier bisherigen Pfarreien. Das Gleiche gilt für das Personal sowie für die Bemessung der Stundenkontingente bei den Pfarrsekretärinnen.

Die Bistumsleitung versprach hier großzügige Übergangsregelungen, die es der neuen Pfarrei erlauben, sich schrittweise an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen. So wird die neue Pfarrei bei der Schlüsselzuweisung in den kommenden fünf Jahren so eingestuft, als wären es nach wie vor die vier selbstständigen Gemeinden. Reduzierungen beim Personal werden erst bei Stellenwechseln wirksam. Die jetzt sichtbar werdenden Nachteile sollen aber nicht dazu verleiten, nun den geplanten Zusammenschluss ablehnen zu wollen. Denn die Gemeinden müssen sich ohnehin auf die neue Situation einstellen.


Demgegenüber traten Generalvikar Gerhard Stanke und Seelsorgeamtsleiter Peter Göb dafür ein, den Zusammenschluss als eine Chance zu begreifen und diesen zum Anlass zu nehmen, neue Felder, Arbeitsformen und Schwerpunkte in der Pastoral zu entwickeln. Die Pfarreifusion soll dabei keineswegs bedeuten, jetzt alle Aktivitäten an einem Ort konzentrieren zu wollen. Es bleibt ihr Hauptanliegen, gemeindliches Leben wie bisher an den jeweiligen Kirchorten zu stützen und zu fördern. Es ist möglich, dass die neue Pfarrei auch einen neuen Namen bekommt, auf jeden Fall bleibt es dabei, dass die vier Kirchen weiterhin so heißen wie bisher.

Aus dem vorweihnachtlichen Gespräch in Fulda zeichnete sich der Fahrplan für den Zusammenschluss deutlich ab: Bereits in den ersten Wochen des neuen Jahres werden die Gremien der vier Pfarreien beim Bistum beantragen, die 2015 anstehenden Wahlen zum Verwaltungsrat und zum Pfarrgemeinderat in ihrem Gebiet auszusetzen und dann für die neue Pfarrei im Frühjahr 2016 nachzuholen. Im Rahmen einer Gemeindeversammlung im Frühjahr/Sommer 2015 sollen die Details des Zusammenschlusses erläutert und zur Diskussion gestellt werden. Im zweiten Halbjahr stehen erste konkrete Schritte bei den Kindertagesstätten und bei der Erarbeitung des ersten gemeinsamen Wirtschaftsplans für die zukünftige Pfarrei an. Der Zusammenschluss zur neuen Pfarrei wird durch ein Dekret des Bischofs vollzogen. Die Fachabteilungen im Generalvikariat bereiten dieses Dekret vor, damit es Ende September 2015 dem Bischof zur Inkraftsetzung vorgelegt werden kann. Der Zusammenschluss wird dann in rechtlicher Hinsicht zum 1. Januar 2016 in Kraft treten. Dessen ungeachtet erscheint es allen Beteiligten sinnvoll, den Beginn der pastoralen Arbeit der neuen Pfarrei bereits zum ersten Advent 2015 anzusetzen und mit einem entsprechend gestalteten Gottesdienst zu verbinden.

Bereits am 14. Januar treffen sich die Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte um 19.30 Uhr zur gemeinsamen Sitzung im Gemeindehaus St. Bonifatius. Am Tag darauf folgen die Verwaltungsräte mit ihrer eigenen Sitzung im Gemeindehaus St. Joseph.


Bischöfliche Pressestelle Fulda, 12. Januar 2015


Haushalt des Bistums Fulda 2015 vorgelegt


Diözesan-Kirchensteuerrat verabschiedete Haushalt

– Umstieg auf doppelte Buchführung läuft

Fulda/Hanau/Kassel/Marburg (bpf). Der Kirchensteuerrat des Bistums Fulda hat auf seiner jüngsten Sitzung den Haushalt 2015 für das Bistum verabschiedet. Mit 141,6 Millionen Euro liegt das Etatvolumen rund 20,5 Millionen Euro über dem Ansatz des Jahres 2014. Im Vergleich zum Ergebnis 2013 ist es um rund 12,4 Millionen Euro höher. Das Bistum nimmt zur Zeit eine grundsätzliche Umstellung auf die doppelte Buchführung vor, die weit vorangekommen ist und die bisherige sogenannte kameralistische Verfahrensweise ablöst. Dem Kirchensteuerrat, der sich aus gewählten ehrenamtlichen Mitgliedern aus dem gesamten Bistumsgebiet zusammensetzt, obliegt seit seiner Gründung im Jahre 1972 die Beschlussfassung über den Haushalt der Diözese.

Vermögenslage des Bistums Fulda
Der seit April amtierende Vorsitzende des Gremiums, Philipp Zmyi-Köbel (Schwalmstadt), lobte die Arbeit der Finanzabteilung des Bistums Fulda und sprach davon, dass diese mit der Umstellung eine „Mammutaufgabe“ bewältigt habe. Der Leiter der Finanzabteilung, Finanzdirektor Gerhard Stanke, legte dar, dass 2015 wegen der guten konjunkturellen Lage ein Kirchensteueraufkommen von 99,66 Millionen Euro (70,39 Prozent des Haushaltsvolumens) zu erwarten sei, gab aber auch zu bedenken, dass die Zahl der Kirchenaustritte zugenommen habe, nicht zuletzt wegen der Umstellung des Einzugsverfahrens bei der Kirchensteuer auf Kapitalerträge. „Wir müssen jetzt unser Eigenkapital stärken, denn ab 2019/2020 wird der demographische Wandel zu erheblichen Einnahmerückgängen führen, und auch die konjunkturelle Lage kann sich jederzeit verschlechtern.“ Eine Bilanz gibt es bisher aufgrund der kameralistischen Buchführung noch nicht; sie wird für das zu Ende gehende Jahr 2014 nach dem Willen des Kirchensteuerrats im Laufe des Jahres 2015 veröffentlicht.

Die erstmalige Bewertung des Immobilienvermögens der Diözese ist noch nicht abgeschlossen, soll aber im Laufe des Rechnungsjahres 2015 vorliegen. Wie der Sprecher des Haushaltsausschusses, Hans-Joachim Frohnapfel (Fulda), ausführte, könne das Bistum Fulda 2015 zusätzlich zu den Kirchensteuereinnahmen auf rund 6,76 Millionen Euro an Kapitalerträgen aus seinen Finanzanlagen zurückgreifen. Dazu kommen Staatsleistungen der Bundesländer Hessen und Thüringen von insgesamt 8,58 Millionen Euro. Die Aufwendungen erhöhen sich im Haushaltsjahr 2015 gegenüber dem Vorjahresansatz um rund 9 Millionen auf 130,55 Millionen Euro. Die gute Ertragslage führt dazu, dass das Bistum die Mittel für den interdiözesanen Kirchensteuerausgleich (sogenanntes Clearing-Verfahren), bei dem das Bistum Fulda Nettozahler ist, von 8,5 auf 13 Millionen Euro erhöhen musste; gleichfalls erhöhen sich die Personalkosten, und die Zuweisungen an die Kirchengemeinden konnten beispielsweise zur Finanzierung der Kindergärten und sonstiger pfarrlicher Aktivitäten um über 800.000 Euro erhöht werden.

Transparenz und missionarischer Aufbruch
Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke dankte dem Kirchensteuerrat und den Abteilungen des Bischöflichen Generalvikariats in Vertretung von Bischof Heinz Josef Algermissen für die Einbringung ihrer Kompetenzen und die Hilfe bei der Balance zwischen Ausgaben und vorhandenen Finanzmitteln. „Die Kirchensteuerverwendung sollte für die Kirchenmitglieder transparent und sichtbar sein“, unterstrich der Generalvikar. Der für 2014 zu erwartende Anstieg an Kirchenaustritten infolge der schlecht kommunizierten Änderung des Verfahrens zum Einzug der Kapitalertragssteuer zeige auch, dass sich die Bindung vieler Menschen an die katholische Kirche gelockert habe. Die Rückgewinnung von Vertrauen und das Zugehen auf der Kirche Fernstehende bezeichnete Prof. Stanke als eine Herausforderung an die Pastoral der Kirche. „Es ist notwendig, missionarische Initiativen zu entwickeln und das Evangelium auf den Leuchter zu stellen.“ Dazu gehöre auch, dass in Vorbereitung auf die Wahl der Pfarrgemeinderäte im November 2015 alle Kirchenmitglieder mit einem informativen Brief über die Arbeit der Kirche angeschrieben würden. Zu guter Letzt rief der Generalvikar dazu auf, die Not der Flüchtlinge, die in Deutschland Zuflucht suchten, mitzutragen und sie willkommen zu heißen.



Der Haushalt 2015 im Einzelnen:

Pastorale und soziale Aufgaben der Kirche vor Ort
Der Bistumshaushalt 2015 stellt die Seelsorge an den Menschen an die erste Stelle. Hohe Priorität hat hierbei die Pfarrseelsorge. Ein großer Teil der Einnahmen fließt daher den 304 Kirchengemeinden des Bistums zu. Als Schlüsselzuweisungen werden den Kirchengemeinden insgesamt 16,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Hierin sind Kostenzuschüsse für Kindergärten und Pfarrsekretärinnen von 9 Millionen Euro enthalten. Für die Personalkosten der Pfarrer, Kapläne, Diakone und Gemeindereferentinnen sind 23,45 Millionen Euro veranschlagt. Für die Kirchengemeinden werden insgesamt 46,89 Millionen Euro aufgewandt, damit sie ihre vielfältigen pastoralen Aufgaben erfüllen können. Rechnet man die Ausgaben für besondere Seelsorgsbereiche – darunter die Jugendseelsorge mit 1,42 Millionen Euro und die Krankenseelsorge mit 1,92 Millionen Euro – hinzu; insgesamt fließen 54,09 Millionen Euro (54,28 Prozent der Kirchensteuer) in Kirchengemeinden und Seelsorge.

Wichtiger kultureller Beitrag der Kirche
Das Bistum Fulda unterhält drei eigene Schulen in Amöneburg, Fritzlar und Hanau, für die im Haushalt 2015 inklusive Personalkosten 19,35 Millionen Euro veranschlagt werden. Hiervon trägt das Bistum nach Abzug aller Refinanzierungen 6,7 Millionen Euro aus Kirchensteuermitteln. Katholische Schulen in Trägerschaft von Ordensgemeinschaften werden mit rund 2,47 Millionen Euro unterstützt. Für die Erteilung des Religionsunterrichts werden 1,7 Millionen Euro geleistet. Für die theologische Aus- und Fortbildung sind 2,67 Millionen Euro vorgesehen. Im Rahmen der Erwachsenenbildung werden 2,27 Millionen Euro aufgewandt. Für die vielfältigen Bildungs- und kulturellen Aufgaben des Bistums Fulda stehen insgesamt 30,86 Millionen Euro zur Verfügung. Dies entspricht 21,8 Prozent des Gesamthaushalts.

Caritative Einrichtungen und katholische Verbände
Im Jahr 2015 sind im sozialen Bereich 8,34 Millionen Euro veranschlagt. Dies sind rund 8,37 Prozent der Kirchensteuer. Hauptträger kirchlicher Sozialarbeit ist der Diözesan-Caritasverband mit seinen Unterverbänden in Fulda – Geisa, Hanau, Kassel und Marburg. Er erhält als Zuweisung des Bistums 3,23 Millionen Euro. Die Ortsverbände des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) werden mit 1,48 Millionen Euro unterstützt. Ein großes Anliegen ist der Schutz des ungeborenen Lebens. Der bischöfliche Hilfsfonds für Mütter in Not unterstützt Frauen in Not- und Konfliktsituationen. Er erhält auch im neuen Haushalt wieder 800.000 Euro. Die katholischen Vereine und Verbände werden mit 823.000 Euro unterstützt.

Weltkirche im Blickpunkt
Kirche macht nicht an den Grenzen des eigenen Bistums halt. Die Gemeinschaft der Bistümer Deutschlands – der Verband der Diözesen (VDD) – nimmt beispielsweise gesamtkirchliche Aufgaben aller Bistümer wahr. Solche sind etwa die Förderung von Entwicklungsprojekten, die Unterstützung der Missions- und Sozialarbeit der Weltkirche und die Hilfen für die Diaspora. Alle Bistümer zahlen eine Umlage an den Verband der Diözesen. Sie beträgt 2015 für das Bistum Fulda 3,05 Millionen Euro. Zusätzlich bringt die Diözese weitere 0,46 Millionen Euro für Mission und Entwicklungshilfe auf.


FSJ-Stelle frei

Ab dem 1. August 2017 freie FSJ-Stelle in unserer Gemeinde

"Gemeinsam zum Geschenk"

Ferienspiele 2017 für Grundschulkinder von 6 - 13 Jahre vom 7. - 11. Aug. 2017

Segeltörn für Jugendliche von 13 - 15 Jahren vom 17. bis 21. Juli 2017