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Veranstaltungskalender

Nachrichten aus dem Bistum - Pressespiegel

Bischof Algermissen gratuliert neuem Bischof von Mainz

Fulda (bpf). Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen hat dem neuernannten Bischof von Mainz, Prof. Dr. Peter Kohlgraf, zu seiner Ernennung durch Papst Franziskus in einem persönlichen Schreiben gratuliert. „Ich freue mich sehr mit Ihnen über diese ehrenvolle Ernennung und möchte Ihnen vor allem anderen Gottes Segen wünschen“, schreibt Algermissen. Durch die große Gestalt des heiligen Bonifatius seien die Diözesen Mainz und Fulda eng miteinander verbunden. Bonifatius habe mit großem persönlichen Einsatz das Evangelium Jesu Christi und die Botschaft der Auferstehung verkündet und sich unermüdlich dafür eingesetzt, dass Menschen zur Fülle des Lebens finden. „Er erinnert uns an unsere Sendung, das Evangelium glaubwürdig zu bezeugen und in Wort und Tag zu verkünden“, so der Fuldaer Oberhirte, der seinem künftigen Mainzer Amtskollegen Kraft und Mut für seine neue Aufgabe wünscht. 


Weihbischof Diez weiht vier Diakone

Fulda (bpf). Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez wird am Samstag, 6. Mai, im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes um 10 Uhr im Hohen Dom zu Fulda einem Priesteramtskandidaten sowie drei Bewerbern für den Ständigen Diakonat die Diakonenweihe spenden. Der Weihekandidat für das Priesteramt ist André Lemmer aus der Pfarrei St. Hubertus in Mardorf. Die drei Weihekandidaten für den Ständigen Diakonat sind Wojciech Gofryk aus der Pfarrei St. Georg in Großenlüder, Dr. Stefan Ohnesorge aus der Pfarrei St. Georg und St. Nikolaus in Limburg und Ewald Vogel aus der Pfarrei St. Simon und Judas in Hosenfeld-Blankenau.


Ehe als Bund und Sakrament gut für die Menschen unserer Zeit

Fastenhirtenbrief von Bischof Heinz Josef Algermissen

 

Fulda/Hanau/Kassel/Marburg (bpf). „Es ist ja nicht irgendeine Liebe, sondern die treue, partnerschaftliche, aber mitunter spannungsreiche Liebe zwischen Frau und Mann, die Gott sich erwählt hat, um von seiner Liebe zu uns zu erzählen.“ Dies hebt der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen in seinem diesjährigen Fastenhirtenbrief an die Gemeinden seiner Diözese hervor. Die Liebe der Eheleute wisse sich geborgen in der göttlichen Liebe. In dem Hirtenbrief, den der Oberhirte unter dem Titel „Die Ehe, Bund und Sakrament – gut für die Menschen in unserer Zeit“ verfasst hat, betont er, dass das Zutrauen Gottes der ehelichen Liebe eine Kraft gebe, die nicht aus ihr selbst komme. Der Bischof dankt allen, die die Ehe leben und damit authentisch Zeugnis geben. „Unsere christliche Ehe ist ein Geschenk, gerade auch an die Menschen in der Welt von heute und morgen.“

 

In dem Hirtenbrief, der am Sonntag und in den Vorabendmessen vom Samstag in der ganzen Diözese verlesen wurde, erinnert der Bischof an das Schreiben „Amoris Laetitia“ (»Über die Liebe in der Familie«) von Papst Franziskus aus dem Frühjahr 2016. Viele katholische Christen hätten das Ernstnehmen lebensgeschichtlicher Besonderheiten und der Zerbrechlichkeit des Menschenlebens als Befreiung erlebt. So mahne der Papst, „Urteile zu vermeiden, welche die Komplexität der verschiedenen Situationen nicht berücksichtigen“ und „mit Realismus die Grenzen, die Herausforderungen oder die Unvollkommenheit zu akzeptieren und auf den Ruf zu hören, gemeinsam zu wachsen“. Der Papst stelle die Unauflöslichkeit der gültig geschlossenen Ehe nicht in Frage, betone aber sehr den Prozess der Unterscheidung und Begleitung durch die Kirche im Einzelfall.

 

Bischof Algermissen kommt in seinem Hirtenbrief auf die Herausforderung für die Ehe zu sprechen, die in der Tatsache bestehe, dass die katholischen Trauungen in den letzten 25 Jahren um mehr als die Hälfte zurückgingen, während die Zahl der zivilrechtlichen Eheschließungen in Deutschland nur leichtgefallen sei. Die Lebensform Ehe sei als solche erstaunlich anpassungsfähig. Es zeige sich allerdings auch, dass die Menschen Mehrwert und Eigenart der kirchlich geschlossenen Ehe nach katholischem Verständnis nicht kennten oder nicht schätzten. „Mir scheint, wir haben in den letzten Jahrzehnten zu oft von den Schwierigkeiten gesprochen, die die Ehe fallweise mit sich bringt, und zu wenig davon, dass wir sie für eine überzeugende, zeit- und menschengemäße Lebensform halten“. Aus katholischer Sicht habe die christliche Ehe zwei besonders wichtige Dimensionen: „Sie ist ein Bund und ein Sakrament.“ Die letzten Jahrzehnte der Deregulierungen, der Globalisierung, Technisierung und Mobilisierung hätten die Menschen in eine offene und flexible Weltgesellschaft hineingeworfen, was sowohl Offenheit als auch Angst mit sich bringe. Je komplizierter das Leben sei, desto schwieriger werde es, etwas rückgängig zu machen, was wir im Nachhinein für falsch halten. „Verzeihen zu suchen und zu gewähren trennt uns von den Fesseln des Vergangenen. Ein Versprechen zu geben und es auch gegen Widerstände zu halten, ist das beste Mittel, Zukunft zu gestalten und ihr damit das Beängstigende zu nehmen“, zeigt sich der Oberhirte überzeugt.

 

Versprechen und Verzeihen seien auch die Grundlagen des Bundes Gottes mit seinem Volk in der Bibel, die in der Ehe zwischen Mann und Frau ein Abbild dieses Bundes sehe. „Nach kirchlicher Lehre kommt Gottes Bund im Ehebund von Mann und Frau wirksam zum Ausdruck: Dass Gott zu uns steht, zeigt sich, wenn die Gatten zueinander stehen in gehaltenen Versprechen und im großherzigen Verzeihen.“ Der Bund von Mann und Frau bleibe indes ein Bund unter Menschen, der menschlich und zerbrechlich sei. Bischof Algermissen weist auf die lebenslange Dauer und Zerbrechlichkeit der Ehe hin. Von der Liebe zwischen Menschen werde oft alles erhofft: große Gefühle, großes Glück und zwar für immer. Diese Erwartung sei ein Erbe der Romantik. „Wir wollen diese romantische Liebe leben. Auf Dauer ist das aber mehr, als endliche und zerbrechliche Wesen leisten können“, gibt Algermissen zu bedenken. Die Ehe als Sakrament, wie Katholiken sie verstünden, leugne romantische Sehnsüchte nicht. Aber sie sei ein klares Statement gegen die Übersteigerungen und Zumutungen romantischer Liebe. „Die Sakramentalität der Ehe bedeutet: Die eheliche Liebe ist sich selbst nicht genug, ist nicht nur auf sich bezogen und mit sich selbst beschäftigt. Sie wird zum Zeichen für Gottes Liebe zum Menschen.“ Das relativiere die eheliche Liebe. „Diese Liebe ist nämlich nicht absolut und nicht göttlich. Die absolute göttliche Liebe bildet sie lediglich ab.“ Ein solches Eheverständnis sei ein gutes Gegenmittel gegen die Überforderung, alles Glück und alle Erfüllung von einer zerbrechlichen Liebe zu erwarten, die gerade unter einem solchen Erwartungsdruck zerbrechen könne.

 

Man müsse sich auch fragen, ob man in der eigenen Begrenztheit Kindern das geben könne, was sie wirklich brauchen, und wie man sie vor all den Gefahren schützen könne, die es in der Welt gebe. Die sakramentale Ehe helfe Eltern bei allen Fragen zum Umgang mit den Kindern: „Ihr müsst und könnt das Lebensglück nicht ‚bewerkstelligen‘, weder euer eigenes, noch das des Partners oder eurer Kinder! Aber Gott hat sich eurer Beziehung in Treue zugesagt. Habt also Vertrauen! Und dieses Vertrauen wird die Wirklichkeit zum Guten verändern!“ Bischof Algermissen zeigt sich überzeugt, dass die sakramentale Ehe der beste Ort für die Liebe zwischen Mann und Frau und für die Liebe zu ihren Kindern ist.

 

Die Menschen seien seit Anbeginn der Schöpfung von der Zerbrechlichkeit geprägt, wie sie im Bild von der Formung aus „Erde vom Ackerboden“ zum Ausdruck komme. Der Zusammenhang von Größe und Zerbrechlichkeit, Würde und Schutzbedürftigkeit des Menschen sei ihm stets ein Anliegen gewesen, so der Bischof weiter. „So habe ich meinen andauernden Einsatz für die ungeborenen und die sterbenden, aber auch für die vom Krieg bedrohten Menschen verstanden.“ In diesem Hirtenbrief gehe es um eine andere Zerbrechlichkeit: jene, die „wir als Beziehungswesen mitbringen“. Liebesbeziehungen seien „nie harmlos“, was man auch vom Leben überhaupt sagen könne. „Der sakramentale Ehebund ist eine Lebensform derer, die das verstanden haben“, schreibt Bischof Algermissen.

 

Der Hirtenbrief wird am 12. März vollständig im „Bonifatiusboten“ abgedruckt und ist ab Samstag, 4. März, im Internet unter www.bistum-fulda.de abrufbar. Ferner besteht die Möglichkeit, einen Tonträger mit dem Hirtenbrief über die Bischöfliche Presse stelle, Paulustor 5, 36037 Fulda, Tel. 0661/87-355, Fax 0661/87-568, E-Mail: presse@bistum-fulda.de , zu beziehen. 


 

Haushalt des Bistums Fulda 2017

Diözesan-Kirchensteuerrat verabschiedete Haushalt –

zugleich Geschäftsbericht 2015 vorgelegt

 

Fulda/Hanau/Kassel/Marburg (bpf). Der Kirchensteuerrat des Bistums Fulda hat auf seiner jüngsten Sitzung den Haushalt 2017 für das Bistum verabschiedet. Mit 140,1 Millionen Euro liegen die geplanten Aufwendungen rund 12,1 Millionen Euro unter dem Ansatz des Jahres 2016. Die Planungen für 2017 gehen von Erträgen in Höhe von 141 Millionen Euro aus, davon 110 Millionen aus der Kirchensteuer. Da der Finanzaufwand (16,1 Millionen Euro) höher ist als die Finanzerträge (8,9 Millionen Euro), ist das Ergebnis der Geschäftstätigkeit insgesamt mit -6,4 Millionen Euro negativ. Zugleich wurde der Jahresabschluss für das Haushaltsjahr 2015 mit einem Bilanzvolumen in Höhe von 634,9 Millionen Euro genehmigt. Einen ausführlichen Geschäftsbericht hatte das Bistum erstmals im vergangenen Juli für das Haushaltsjahr 2014 vorgelegt, da die sogenannte Kameralistik auf die doppelte Buchführung umgestellt worden war. Der Jahresüberschuss 2015 beträgt 8,3 Millionen Euro. Nach Zuführung und Entnahme aus den Rückstellungen ergibt sich ein Bilanzgewinn von 0 Euro. Die Differenz wurde auf Beschluss des Kirchensteuerrats den Rücklagen für Pensionen zugeführt. Dem Kirchensteuerrat, der sich aus gewählten ehrenamtlichen Mitgliedern aus dem gesamten Bistumsgebiet zusammensetzt, obliegt seit seiner Gründung im Jahre 1972 die Beschlussfassung über den Haushalt der Diözese, seit 2014 auch über den Jahresabschluss. Vorsitzender des Gremiums ist Philipp Zmyi-Köbel (Schwalmstadt), stellvertretender Vorsitzender Dr. Joachim Hein (Fulda).

 

Kirchensteuer Hauptsäule der Finanzierung – Personalkosten Schwerpunkt der Aufwendungen

In der Sitzung legte der Leiter der Finanzabteilung im Bischöflichen Generalvikariat, Finanzdirektor Gerhard Stanke, dar, dass die maßgebliche Säule bei der Finanzierung des Bistums das Kirchensteueraufkommen sei (rund 78 Prozent der Erträge des Bistums). Der Finanzdirektor gab zu bedenken, dass trotz dynamischer Steuerentwicklung bei Bund und Ländern erstmals seit 2010 wieder mit einer Stagnation des Kirchensteueraufkommens zu rechnen sei. „Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen. Im Zuge des Bistumsprozesses 2030 wird es ab Anfang des kommenden Jahrzehnts zu starken Einsparungen kommen müssen“, so Stanke. Das niedrige Zinsniveau bewirke zudem, dass das Bistum in den nächsten Jahren Gefahr laufe, einen Realverlust an Vermögen zu erleiden. Die Ersatzschulfinanzierung (Zahlungen des Landes und der Landkreise an freie Schulträger) betragen 2017 rund 10,7 Millionen Euro, die Staatsleistungen für die Belange des Bistums wie in der Vorjahresschätzung 8,76 Millionen Euro. Rund 42 Prozent aller Erträge müssen für den Personalaufwand bereitgestellt werden (58,6 Millionen Euro). In den Bistumshaushalt 2017 wurde wieder eine Position für die Flüchtlingsarbeit in Höhe von einer Million Euro aufgenommen.

 

Wie der Sprecher des Haushaltsausschusses, Hans-Joachim Frohnapfel (Fulda), ausführte, müsse man für die Richtung, in die sich die Finanzpolitik der Diözese entwickle, die Inkraftsetzung der Strategischen Ziele des Bistums Fulda im kommenden Jahr abwarten. Nicht nur die Kirchensteuereinnahmen verschlechterten sich, sondern auch die sonstigen Erträge seien niedriger, wohingegen die Personalkosten deutlich stiegen. Der Jahresfehlbetrag von 6,4 Millionen Euro bedeute gegenüber dem Ergebnis von 2015 eine Verschlechterung um 14,4 Millionen Euro, bezogen auf die Planung für 2016 eine Verbesserung um 4,8 Millionen Euro.

 

Der Investitionsplan des Bistums für 2017 hat ein Volumen von 4,1 Millionen Euro. Neben den Ersatzbeschaffungen stechen als große Einzelmaßnahmen die Generalsanierung des Lehrerstützpunkts in der Stiftsschule St. Johann in Amöneburg mit 1,9 Millionen Euro sowie die Kernsanierung zweier Wohn- und Geschäftshäuser in der Fuldaer Innenstadt mit 1,3 Millionen Euro hervor.

 

Kirchliches Personal muss Botschaft Jesu Christi in die Welt bringen

Bischof Heinz Josef Algermissen, der wieder persönlich an der Sitzung des Kirchensteuerrats teilnahm, dankte dem Kirchensteuerrat und den Abteilungen des Bischöflichen Generalvikariats für ihren Einsatz für die Kirche und betonte, dass sich gerade auch die Mitarbeiter des Bistums und der Verbände darin hervortun müssten, das Evangelium Jesu Christi in die Welt hinein zu verkünden. Der Bischof sprach dem scheidenden Rechtsdirektor Dr. Albert Post, der viele Jahre Mitglied des Kirchensteuerrats gewesen ist, seinen besonderen Dank für die kompetente Mitarbeit als Geschäftsführer des Gremiums aus.

 

Ausführliche Informationen zu den Gliederungen des Haushaltsplans 2017 und des Finanzberichts 2015 finden Sie im Internet:



Barmherzigkeit und Liebe

Pontifikalamt mit Bischof Algermissen im Dom zum Abschluss des Hl. Jahres


Fulda (bpf). „Barmherzigkeit und Liebe sind der Grund dafür, dass der Richter Jesus Christus auch unser Retter sein wird.“ Dies unterstrich Bischof Heinz Josef Algermissen am Christkönigssonntag zum Abschluss des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit im Hohen Dom zu Fulda. „Wir haben Anspruch auf ein wahres und gerechtes Urteil – worauf wir indes keinen Anspruch haben und was uns gleichwohl von Jesus Christus im ‚Jüngsten Gericht‘ geschenkt wird, sind Liebe und Barmherzigkeit“, betonte der Oberhirte. Damit würden Wahrheit und Gerechtigkeit nicht aufgehoben, aber das Leben der Menschen doch in einen größeren Zusammenhang gestellt.

 

Zu Beginn seiner Festpredigt erinnerte der Oberhirte an Michelangelos geniales Gemälde vom Jüngsten Gericht in der Sixtinischen Kapelle und fragte: „Muss man sich das wirklich so vorstellen, dass wir gleichsam als wehrlose Angeklagte aus den Gräbern herausgezerrt werden, zitternd vor dem allmächtigen Richter stehen und warten müssen, bis das ewige und endgültige Urteil über uns ergeht?“ Problematisch an solchen Vorstellungen sei, dass sie geprägt seien von den menschlich-irdischen Formen der Rechtsfindung und Rechtsprechung. Aber alles menschliche Urteilen und Richten bleibe nun einmal unvollkommen und fehlerhaft. Das „Endgericht“ könne dagegen nicht mit irdischen Vorstellungen gezeichnet werden.

 

Jesus Christus habe im 25. Kapitel des Matthäus-Evangeliums den Maßstab genannt, wonach das Leben der Menschen beurteilt werde: nach dem Verhalten dem Nächsten gegenüber. „Maßstab ist das, was wir nach Auskunft des Evangeliums für unsere Schwestern und Brüder getan oder nicht getan haben.“ Die Menschen selbst richteten sich durch ihre Taten oder Unterlassungen, gab der Bischof zu bedenken. „Mit allem, was wir aus freier Entscheidung tun oder nicht tun, entscheiden wir selber, auf welche Seite wir gehören.“ Oft fühle man, dass hinter den eigenen guten Taten Eitelkeit, Erfolgsstreben oder Berechnung stünden. Letztendlich könne niemand sich selbst zutreffend und abschließend beurteilen. „Wenn wir Jesus Christus, der seine Macht und sein Königtum im Moment der Erniedrigung offenbart und so für die Wahrheit Zeugnis ablegt, am Ende der Zeit begegnen, wird er uns wissen lassen, wer wir waren und wer wir sind. Dann wird über unser aller Leben ein vollkommen zutreffendes Urteil gesprochen.“


Steffen Flicker erneut Vorsitzender des Katholikenrates

Bischof Algermissen: „Vielen Dank, dass Sie bereit sind, heute neu anzufangen!“

 

Fulda, Geisa, Hanau, Kassel, Marburg (mz) Mit seiner konstituierenden Sitzung im Fuldaer Bonifatiushaus hat der neu gewählte Katholikenrat am vergangenen Wochenende seine Arbeit aufgenommen. Steffen Flicker (Fulda) wurde mit großer Mehrheit zum Vorsitzenden des Katholikenrates, Mechthild Struß aus Bad Hersfeld zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder sind Thomas Ebert (Fulda), Matthias Golla (Fuldabrück), Christoph Heigel (Fulda), Beate Müller (Gelnhausen), Egon Schütz (Geisa).

 

Das gegenseitige Vertrauen hob der neugewählte Katholikenratsvorsitzende Steffen Flicker als Basis für eine gute Zusammenarbeit hervor. Er dankte allen Katholikenratsmitgliedern für ihre Kandidatur für das oberste Laiengremium der Diözese und rief auf, aus einem guten respektvollen Miteinander heraus gemeinsame Positionen zu entwickeln und für Glauben und Kirche Flagge zu zeigen.

Steffen Flicker betonte in seiner Rede: "Viele Menschen reagieren zunehmend mit Verunsicherungen und Sorge auf tiefgreifende Veränderungen in Politik und Gesellschaft". Es gebe Menschen, die sich angesichts einer globalisierten Wirtschaft und einer digitalisierten Welt "abgehängt" und verloren fühlten. Manche von ihnen artikulierten diese Ängste auch mit drastischen Äußerungen in den sozialen Netzwerken des Internet. Viele von ihnen suchten nach Orientierung und Halt. Es sei Aufgabe des neugewählten Katholikenrates, die Sorgen und Nöte dieser Menschen in den Blick zu nehmen, diese ernstzunehmen und in der inhaltlichen Arbeit des Laiengremiums darauf einzugehen, forderte der wiedergewählte Vorsitzende des Katholikenrates.  

Flicker kündigte an, dass sich der neu gewählte Katholikenrat in der neuen Amtsperiode verstärkt in politische Debatten einschalten werde. "Wir werden gemäß unserem Auftrag als Katholikenrat mit neuen Initiativen in Politik und Gesellschaft hineinwirken". Insbesondere gelte dies im Vorfeld der in 2017 anstehenden Bundestagswahl.

Im Hinblick auf die innerkirchliche Arbeit des Laiengremiums machte Flicker deutlich, dass man sich auch in den kommenden vier Jahren aktiv am "Bistumsprozess 2030" mit konstruktiven Beiträgen beteiligen werde. "Wir werden hier weiterhin die Perspektive der durch Taufe und Firmung zur Mitgestaltung der Pastoral berufenen Laien einbringen". Fortsetzen wolle der neue Katholikenrat dabei die begonnene Kooperation und den Austausch mit dem Priesterrat. Flicker verwies in diesem Zusammenhang auf das gemeinsam von Katholikenrat, Priesterrat und hauptamtlichen Laien im pastoralen Dienst ausgerichtete Zukunftskonvent zur künftigen Ausgestaltung der pastoralen Arbeit. Als Folgeveranstaltung des Auftakttreffens in diesem Jahr findet am Samstag, 4. März 2017 das 2. Zukunftskonvent in Fulda statt.

 

In seiner Rede dankte der Bischof dem ausscheidenden Vorsitzenden für sein außerordentliches kirchliches Engagement „Vielen Dank, dass sie bereit sind, heute neu anzufangen!“ Mit diesen Worten begrüßte Bischof Algermissen die neu gewählten Katholikenratsmitglieder. Er bitte den Katholikenrat ihn zu begleiten in der letzten Spanne der Amtszeit. Er erwarte von den Katholikenratsmitgliedern, dass sie miteinander einen guten Weg gehen, aufeinander hören, ihre Argumente auf den Tisch legen und unter Gottes Führung am Ende Vorschläge erarbeiteten, die dem Bistum wirklich dienen. Es sei Aufgabe des Katholikenrates, kompetent auf die Entwicklungen in Welt und Gesellschaft zu antworten und für die Kirche von Fulda in diese Welt hineinzusprechen. Als Beispiele nannte der Bischof die Diskussion um den Schutz des Sonntags, bioethische Fragen, wie zum Beispiel Klonierung, Pränataldiagnostik und assistierten Suizid und den kürzlich in Hessen veröffentlichten Lehrplan zur Sexualerziehung für allgemeinbildende und berufliche Schulen. Er ermutigte den Katholikenrat, sich für die pastorale Entwicklung des Bistums einzusetzen und forderte den Katholikenrat in diesem Zusammenhang auf, das Wort der Bischöfe „Gemeinsam Kirche sein“ als Leitfaden für die nächsten vier Jahre zur Hand zu nehmen. Dieser Text müsse Wirklichkeit ändern, so der Bischof.  

 

Im Anschluss wählte der Katholikenrat Adolfo Russo (Hanau), Anda Skreblin (Kassel) als Delegierte der Gemeinden anderer Muttersprachen und Dino-Silvano Schubart (Kassel) als Vertreter der katholischen Hochschulgemeinden hinzu.

Nach der Eucharistiefeier mit Bischof Algermissen fanden am Samstag die weiteren Wahlen für die Gremien des Katholikenrates statt.  

 

Rudolf Amert (Fritzlar) und Susanne Köbel (Stadtallendorf) werden den Katholikenrat in der nächsten Amtsperiode in der Landesarbeitsgemeinschaft der Katholiken im Land Hessen (LAG) vertreten. In das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) wurden gewählt Bettina Faber-Ruffing (Flieden), Steffen Flicker (Fulda) und Marcus Leitschuh (Kassel).

 

Als Delegierte in die Schlichtungsstelle für Pfarrgemeinderäte werden in der kommenden Amtsperiode tätig sein Norbert Bug (Künzell) und Dr. Klaus Isert (Eiterfeld). Petra Peh (Fulda) wurde in das Kuratorium des Bonifatiushauses entsandt.

 

Die inhaltliche Arbeit startet der Katholikenrat mit einem Klausurtag im kommenden Januar. 

Fulda, 15. November 2016


Fuldaer Professoren zu Beratern der Bischofskonferenz ernannt

Fulda (bpf). Prof. Dr. Cornelius Roth, Ordinarius für Liturgiewissenschaft und Spiritualität an der Theologischen Fakultät Fulda, wurde von der diesjährigen Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz zum Berater für die Liturgiekommission berufen. Der ehemalige Regens des Priesterseminars, der auch für die liturgische Ausbildung im gemeinsamen Pastoralkurs von Fulda, Erfurt und Paderborn verantwortlich ist, wurde zum ersten Mal in dieser Funktion in eine Kommission berufen. Die Kommission V beschäftigt sich mit allen Fragen um die Liturgie und ist derzeit besonders mit der Vorbereitung von Neuauflagen wichtiger liturgischer Bücher der Kirche, insbesondere des Römischen Messbuchs, befasst. Sie berät aber auch über alle anderen Fragen der Gottesverehrung in der Liturgie.

 

Prof. Dr. Rupert Scheule, Ordinarius für Moraltheologie und Christliche Sozialwissenschaft an der Theologischen Fakultät Fulda, wurde von der diesjährigen Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofkonferenz erneut zum Berater berufen. Der 46-jährige Familienvater und Wissenschaftler, der auch das Katholisch-Theologische Seminar an der Universität Marburg leitet, war bereits seit 2011 beratendes Mitglied der Kommission XI für Ehe und Familie; er wurde in dieser Funktion nun für eine zweite Amtszeit bestätigt. Die Kommission XI der Bischofskonferenz befasst sich mit allen theologischen, soziologischen und politischen Fragen des Ehe- und Familienlebens von der Ehevorbereitung über die Kindererziehung bis hin zum Umgang mit zerbrochenen Ehen. Hierzu erarbeitet sie Empfehlungen für die deutschen Bistümer, aber auch Stellungnahmen, die sich an die Politik richten. 



 

Katholische Anmerkungen zum Reformationsgedenken 2017

„Wort des Bischofs“ zum Sonntag, 30. Oktober 2016



Brisante Situation der deutschen Bundeswehr

Bischof Algermissen bei „Fuldaer Gesprächen“ der Soldatengesellschaft im Bonifatiushaus

 

Fulda (bpf). „Die Bundeswehr ist eine demokratische Armee, da sie parlamentarisch kontrolliert wird, aber in den letzten Jahren ist sie von einer Verteidigungsarmee in eine Einsatzarmee umgewandelt worden – das ist für die Soldaten brisant und gefährlich, denn bei diesen Einsätzen im Ausland müssen sie gegebenenfalls auch töten.“ Auf diese veränderte Situation der deutschen Bundeswehrsoldaten hat Bischof Heinz Josef Algermissen jüngst im Bonifatiushaus in Fulda hingewiesen. Der Oberhirte äußerte sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema „Im Spannungsfeld von Verteidigung, Konfliktbewältigung und Ethik: Soldat sein heute“, an der er in seiner Eigenschaft als Präsident der deutschen Sektion der katholischen Friedensbewegung „Pax Christi“ teilnahm. An dem Akademieabend, wirkten des Weiteren Privatdozent Dr. Fritz Felgentreu MdB (Berlin), Mitglied des Verteidigungsausschusses, Oberst Prof. Dr. Winfried Heinemann (Potsdam), Historiker, Prof. Dr. Knut Krusewitz (Fulda), Umwelt- und Friedensforscher, und Privatdozent Dr. Dieter Krüger (Potsdam), Historiker, mit. Bundestagsabgeordnete Birgit Kömpel (SPD) sprach zu Beginn ein Grußwort. Der Abend wurde moderiert vom Direktor des Bonifatiushauses, Diplomvolkswirt Gunter Geiger, und dem Präsidenten der Internationalen Offiziers- und Soldatengesellschaft e. V., Hauptmann d. R. Günter Wolf (Hünfeld).

 

Die Teilnehmer der Gesprächsrunde betonten, dass die Soldaten der Bundeswehr eine wichtige Rolle in der demokratischen Gesellschaft von heute spielten. Birgit Kömpel verwies auf die positive Rolle der Bundeswehr bei der Not- und Flüchtlingshilfe. Dr. Felgentreu stellte heraus, dass man einen Einsatz der Bundeswehr im Inneren unter den engen Voraussetzungen des Grundgesetzes bei Katastrophenfällen, nicht aber bei rein polizeilichen Aufgaben befürworten könne. Vielmehr gelte es, die jeweilige Landespolizei im Hinblick auf den Terrorismus zu stärken. Oberst Heinemann bejahte das Konzept des „Staatsbürgers in Uniform“ und mahnte für die Bundeswehr das militärische Kerngeschäft an, wobei dem Gewissen und dem Verantwortungsbewusstsein der Soldaten eine hohe Bedeutung zukomme. Auch katholische Soldaten müssten als „Diener des Friedens“ Verantwortung übernehmen. Kritisch wurde die Situation der Bundeswehr von Prof. Krusewitz gesehen, der eine neue Rolle der deutschen Armee beim politischen Wandel in der Welt konstatierte. Das Ziel einer Demokratisierung nach westlichem Muster, auf die die Bundeswehr Einfluss nehme, werfe ethische Fragen auf. Dass es andererseits wieder Bedrohungen in der Welt gebe, die den Auftrag der Bundeswehr beeinflussten, unterstrich Dr. Krüger, gab aber auch zu bedenken, dass sie eine „Armee für alles Mögliche“ geworden sei, z. B. in Afghanistan. Die Aufgabe, eine andere Nation „aufzubauen“, sah er indes als Anmaßung an.

 

Bischof Algermissen erinnerte an den jüngsten Besuch des katholischen Bischofs von Erbil, Bashar Warda, bei der Deutschen Bischofskonferenz, der den Rückgang des Christentums im Irak (von 1,5 Millionen auf heute 200.000) durch Flucht und Vertreibung beschrieben hatte. „Die amerikanische Intervention im Irak hatte dramatische Folgen für die ganze Region – den IS gäbe es ohne diese Intervention nicht!“, unterstrich Algermissen und kritisierte auch den Versuch, in Afghanistan ein westliches Demokratiemodell einzuführen. Deutschland dürfe nicht weiter als Rüstungsverkäufer auftreten und vor allem nicht Länder wie Saudi-Arabien beliefern. „Waffen sind ethisch niemals einwandfrei“, gab er zu bedenken. Während Prof. Krusewitz dem Bischof beipflichtete, betonte Dr. Felgentreu, dass sich die Situation der jungen Menschen in Afghanistan sehr wohl gebessert habe. Oberst Heinemann stellte fest, dass US-Präsident George W. Bush sich auf eine reine Militärpolitik verlassen habe, wohingegen eine ganzheitliche Sicherheitspolitik wesentlich mehr sei als das. Eine erfolgreiche Sicherheitspolitik mit militärischen, politischen und wirtschaftlichen Implikationen lasse sich erfolgreich nicht im nationalen Alleingang, sondern beispielsweise im europäischen Kontext verwirklichen, so Dr. Krüger. Die Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass die Kirche die Soldaten seelsorglich begleiten müsse, vor allem auch in schwierigen persönlichen Situationen wie Traumata und Familienproblemen.


Herbst-Vollversammlung des Katholikenrates zieht Resümee

Abschluss einer arbeitsreichen Amtsperiode

Fulda, Geisa, Hanau, Kassel, Marburg (mz) "Uns kam es darauf an, durch Impulse und Initiativen sowohl in die Politik als auch in unsere Kirche hineinzuwirken. Als bistumsweite Laienvertretung sind für uns beide Dimensionen von entscheidender Bedeutung", so fasst Steffen Flicker, der Vorsitzende des Katholikenrates im Bistum Fulda, die Ergebnisse der zu Ende gehenden Amtsperiode zusammen.

 

Zu den gesellschaftspolitischen Aktivitäten des Laiengremiums führte Flicker vor allem die Beteiligung am Bürgerdialog der Bundesregierung zum Thema "Gut leben in Deutschland" an. Hier übernahm der Katholikenrat die Ausrichtung der zentralen Veranstaltung in Fulda, an der im Sinne eines möglichst breit angelegten Austausches zahlreiche Organisationen, Verbände und Vereinigungen sowohl aus dem kirchlichen als auch aus dem nicht-kirchlichen Bereich teilnahmen. Die Ergebnisse des Bürgerdialogs wurden von zwei Mitarbeitern des Bundeskanzleramtes während der Fuldaer Veranstaltung dokumentiert. Darüber hinaus führte der Katholikenrat Initiativen zum Thema "Flucht und Migration" durch, unter anderem durch einen "Runden Tisch", an dem Vertreter der Kommunalpolitik, der Polizei, der Verantwortlichen von Erstaufnahmeeinrichtungen und Initiatoren von Angeboten einiger Pfarrgemeinderäte im Bistum Fulda teilnahmen. Schwerpunkt waren auch die initiierten interreligiösen Fuldaer Friedensgebete. Außerdem beschäftigte sich der Katholikenrat mit dem von Papst Franziskus verfassten Lehrschreiben "Amoris Laetitia" und führte einen Tag der Pfarrgemeinderäte zum Thema "Kirche der Armen" durch, bei dem das Hauptreferat der ehemalige Bundesfamilienminister Dr. Heiner Geißler hielt. In zehn Themenworkshops setzen sich die Teilnehmer mit Aspekten der Armut auseinander. Ferner setzte sich der Katholikenrat mit den Fragen zur Sterbehilfe auseinander und gab eine Extraausgabe der "Mitteilungen für die Pfarrgemeinderäte" dazu heraus.

 

Kirchenpolitisch stand insbesondere die Beteiligung des Laiengremiums am "Bistumsprozess 2030" an. Erstmals wurde der Katholikenrat in die Beratung sogenannter Kompetenzteams und eines Resonanzgremiums einbezogen.

 

Nach Berichten aus Vorstand, Projektgruppen und Gremienvertretungen diskutierten die Katholikenratsvertreter über die künftige Arbeitsstruktur des Katholikenrates. Die kommende Amtszeit wartet mit wichtigen Aufgaben auf den Katholikenrat. „Vor allem ist die Mitarbeit an den strategischen Zielen des Bistums und die Zukunft der pfarrlichen Gremien vor Ort zu nennen“, so Steffen Flicker. Zum Abschluss der Amtsperiode überreichte Katholikenratsvorsitzender Steffen Flicker den Mitgliedern als Abschiedsgeschenk und Zeichen des Dankes einen Regenschirm mit dem neuen Logo des Rates.

Am Freitagabend hatte Ordinariatsrat Peter Göb einen Bericht zum Stand des von Bischof Algermissen initiierten Rückmeldeverfahrens zu den strategischen Zielen des Bistums Fulda gegeben. Mittlerweile seien über 200 Rückmeldungen eingegangen. Die eingesandten Veränderungsvorschläge reichten von Anmerkungen zur Textverständlichkeit über Ergänzungsvorschläge für Zielgruppen oder Sachgebiete, die in den strategischen Zielen Berücksichtigung finden sollen, bis hin zur Klärung von Unklarheiten, wer welche Umsetzungsverantwortung im Prozessverlauf habe. Außerdem sollten im Textentwurf einige unklare bzw. missverständliche Begriffe deutlicher gefaßt werden.


Bei der Überarbeitung der Textfassung der Strategischen Ziele wolle man zudem den Zusammenhang zwischen den Grundsätzen für die Ausrichtung der Pastoral und den strategischen Zielen des Bistums klarer herausstellen. Die endgültige Fassung der Ziele solle im Laufe des kommenden Jahres Bischof Algermissen zur Unterzeichnung vorgelegt werden.


Fulda, 27. September 2016


Bischof Algermissen gratuliert neuem Bischof von Aachen

Fulda (bpf). Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen hat dem neuen Bischof von Aachen, dem Trierer Weihbischof Dr. Helmut Dieser, zu seiner Ernennung durch Papst Franziskus in einem persönlichen Schreiben gratuliert. „Ich freue mich sehr mit Dir über diese ehrenvolle Ernennung und möchte Dir vor allem anderen Gottes Segen wünschen“, schreibt Algermissen. Für seine neue Aufgabe wünschte er Dieser Kraft und Mut. 


Weihbischof Kapp begeht 40-jähriges Bischofsweihejubiläum

Fulda/Hofgeismar (bpf). Am Sonntag, 25. September, begeht Weihbischof Johannes Kapp (87) sein 40-jähriges Bischofsweihejubiläum. Er war am 12. September 1976 im Hohen Dom zu Fulda von Bischof Dr. Eduard Schick zum Bischof geweiht worden. Aus diesem Anlass findet um 10 Uhr im Fuldaer Dom ein Pontifikalamt statt, zu dem alle Gläubigen aus dem Bistum, die mitfeiern möchten, herzlich eingeladen sind. Weihbischof Kapp wird den Gottesdienst in Konzelebration mit Bischof Heinz Josef Algermissen feiern, der die Predigt hält. 
 

Bei seiner Bischofsweihe 1976 in Fulda hat sich Weihbischof Kapp ein Schlüsselwort der Heiligen Schrift zum Leitspruch gewählt: „Gaudium Domini fortitudo nostra – Die Freude am Herrn ist unsere Stärke“. Aus solch befreiender Kraft heraus wollte er immer die frohe Botschaft verkünden, Gottes Freude weitergeben und nahe bei den Menschen bleiben. Weihbischof Johannes Kapp hat das Bistum Fulda in seiner fruchtbaren Amtszeit entscheidend mitgeprägt – sei es als Seelsorger, Regens, Domdechant, Leiter der Personalabteilung, Personalreferent für Geistliche und Laien im pastoralen Dienst, Kommissionsmitglied bei der Deutschen Bischofskonferenz und Beauftragter zur Regentenkonferenz und für die Berufungspastoral, Diözesanadministrator und Bischofsvikar für die Ständigen Diakone. Im März 1975 hatte Bischof Schick den erfahrenen Pfarrgeistlichen in das Fuldaer Domkapitel berufen und ihn zum Regens des Priesterseminars bestellt. Im Juli 1976 wurde er durch Papst Paul VI. zum Titularbischof von Melzi und Weihbischof in Fulda ernannt. Hauptkonsekrator bei der Bischofsweihe am 12. September 1976 im Hohen Dom zu Fulda war Bischof Dr. Eduard Schick; Mitkonsekratoren waren der damalige Paderborner Weihbischof und spätere Kurienkardinal Paul Josef Cordes sowie der 2001 verstorbene Hildesheimer Weihbischof Heinrich Machens. 

 

Schon während seiner Kaplanszeit hat der Jubilar durch zwei charismatische Priesterpersönlichkeiten – Konviktsdirektor Pius Burkardt und Pfarrer Alfons Lins – eine starke spirituelle Ausprägung erfahren. So versteht er sich vor allem als „Brückenbauer“, der zusammenführt, sich den Menschen zuwendet und ihre Sorgen wahrnimmt. Was ihn auszeichnet, ist die besondere Gabe, die christliche Frohbotschaft in meditativen Bildern ansprechend und lebensnah zu verkünden. Kapp verfügt über eine langjährige Seelsorgserfahrung, und sieht sich bis heute, da er seinen Ruhestand in seiner nordhessischen Heimat verbringt, in erster Linie als Seelsorger. „Ich bin leidenschaftlich gern Pfarrer gewesen und möchte auch als Bischof leidenschaftlich gern Seelsorger bleiben“, hat er einmal gesagt. So hilft er bis heute in Hofgeismar und anderen Pfarreien seiner Heimat in der Pfarrseelsorge mit. Von unzähligen Firmreisen her kennt Kapp jede Gemeinde des Bistums. In seinen 40 Bischofsjahren hat er weit über 1.000 Firmtermine wahrgenommen und dabei mehr als 52.000 Jugendlichen das Firmsakrament gespendet. Die Verbindung zur Basis, der enge Kontakt besonders auch zum Diözesanklerus, mitbrüderliche Sorge und stete Gesprächsbereitschaft sind charakteristisch für das Wirken des seit 2010 in Hofgeismar lebenden Weihbischofs. Rund 400 Seminaristen und Bewerber um den Ständigen Diakonat hat er zum Lektoren- und Akolythendienst beauftragt; an die 350 nahm er unter die Kandidaten für Diakonat und Presbyterat auf und weihte sie zu Diakonen. 13 Diakonen hat er die Priesterweihe gespendet.

 

Weihbischof Kapp wurde am 14. Mai 1929 in Burguffeln bei Hofgeismar als Sohn eines Gutsinspektors geboren. Aufgewachsen in der Diaspora, wo es in den Kriegs- und Nachkriegsjahren viele Zeichen ökumenischen Miteinanders gab, hat ihn diese Situation sehr geprägt. Seiner nordhessischen Heimat ist er immer besonders verbunden geblieben und hat sich in besonderer Weise für die Ökumene engagiert, die ihm von seiner Herkunft her wichtig ist. Als Konviktorist besuchte er das Fuldaer Domgymnasium. Nach dem Abitur absolvierte er von 1948 an seine Studien an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Fulda und an der Theologischen Fakultät der Universität Bonn. Seine erste Anstellung nach der Priesterweihe führte ihn in das Bischöfliche Konvikt in Fulda, wo er bis 1958 als Geistlicher Assistent tätig war. Gleichzeitig war er Religionslehrer am heutigen Freiherr-vom-Stein-Gymnasium. Danach wirkte er als Kaplan und von 1963 an als Pfarrer in der Kurstadt Bad Orb, wo er im inneren und äußeren Aufbau der Gemeinde segensreich wirkte. 1971 wurde er darüber hinaus zum Dechanten des damaligen gleichnamigen Dekanates ernannt. Als Seelsorger einer der größten Gemeinden des Bistums ging es Kapp darum, Kirche als frohmachende und bergende Heimat erfahrbar zu machen.

 

1977 folgte die Ernennung zum Bischofsvikar und die gleichzeitige Übertragung des Amtes eines Personalreferenten für Priester und Ständige Diakone. 1980 vom Amt des Regens entpflichtet, wurde Weihbischof Kapp die Leitung der neugeschaffenen Personalabteilung im Bischöflichen Generalvikariat übertragen. In den 15 Jahren, die er dieses Amt ausübte, hat er sich um die Personalverwaltung der Diözese große Verdienste erworben und als Abteilungsleiter in vielfältigen Gremien mitgewirkt. Seit 1995 konzentrierte er sich wieder ganz auf seine Aufgabe als Referent für Geistliche und Laien im pastoralen Dienst. Im Sommer 2003 gab er die Leitung des Personalreferats für Geistliche ab. Bischofsvikar für die Ständigen Diakone ist er bis Anfang 2009 geblieben. Weihbischof Kapp hat in der Deutschen Bischofskonferenz neben seiner Zugehörigkeit zur Kommission für geistliche Berufe auch in der Kommission für liturgische Fragen mitgearbeitet. Von 1980 bis 2004 war Weihbischof Kapp Domdechant der Fuldaer Kathedralkirche. Während seiner Amtszeit wurden nicht nur der Dom innen und außen renoviert, sondern auch das Dommuseum neu eingerichtet und für das Kirchenmusikinstitut und die Chöre am Dom neue Räume geschaffen. Die Gründung der Fuldaer Mädchenkantorei und Domsingknaben, des heutigen Jugendkathedralchors, im Jahre 1989 ist wesentlich sein Verdienst.

 

Nach dem plötzlichen Tod des unvergessenen Bischofs von Fulda, Erzbischof Dr. Dr. Johannes Dyba, am 23. Juli 2000 leitete Weihbischof Kapp als Diözesanadministrator das Bistum Fulda bis zur Amtseinführung von Bischof Heinz Josef Algermissen am 23. September 2001. Papst Johannes Paul II. entsprach Kapps Rücktrittsgesuch anlässlich der Vollendung seines 75. Lebensjahres mit Datum vom 13. Juli 2004. Nachfolger von Weihbischof Kapp wurde damals Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez.



Bischof Algermissen gratuliert neuem Bischof von Limburg

Fulda/Limburg (bpf). Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen hat dem neuen Bischof von Limburg, Generalvikar Msgr. Dr. Georg Bätzing, zu seiner Ernennung durch Papst Franziskus in einem persönlichen Schreiben gratuliert. „Als einer, der von Geburt her aus dem Bistum Trier stammt, freue ich mich über diese ehrenvolle Ernennung besonders. Ich wünsche Ihnen den Beistand des Heiligen Geistes für den Weg mit den Menschen im Bistum Limburg und bei allen Entscheidungen, die auf Sie zukommen werden. Er möge Ihnen Vertrauen und Sicherheit sowie in turbulenter Zeit die rechte Gelassenheit schenken“, schreibt Algermissen.


Dr. Georg Bätzing
Georg Bätzing ist Westerwälder. 1961 an der Sieg geboren, wuchs er in Niederfischbach, einem kleinen Ort im Kreis Altenkirchen, auf. Er war als Regens für die Priesterausbildung im Bistum Trier verantwortlich. Im November 2007 berief ihn der damalige Bischof von Trier, Reinhard Marx, zum Leiter der Heilig-Rock.Wallfahrt. Seit November 2012 leitet Bätzing als Generalvikar die bischöfliche Verwaltung in Trier. (Bonifatiusbote).



Kirchliche Statistik für das Bistum Fulda 2015

Fulda (bpf). Die kirchliche Statistik für das Bistum Fulda zum 31. Dezember 2015 liegt jetzt vor. Demnach hat die Diözese 394.693 Katholiken. Das sind 2.264 Gläubige weniger als 2014. Zu- und Wegzug von Katholiken sind in der Gesamtzahl nicht erfasst. Es gab im vergangenen Jahr 2.568 Taufen, 96 Wiederaufnahmen und 50 Übertritte sowie 4.257 Bestattungen und 2.665 Austritte. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich 2015 die Zahl der Taufen um 64 und traten 747 Menschen weniger aus der Kirche aus. 2.762 Kinder gingen zur Erstkommunion, 2.459 Jugendliche wurden gefirmt; 716 Paare (26 mehr als im Vorjahr) ließen sich trauen. Der Prozentsatz der Gottesdienstbesucher lag bei 14,2. „Die Zahl der Taufen und Trauungen im Bistum Fulda ist leicht gestiegen. Erfreulicherweise ist die Zahl der Austritte wesentlich geringer als in den beiden Vorjahren“, betont Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke.

Im Verhältnis zu den bundesweiten Zahlen liegt die Fuldaer Statistik u. a. bei den Taufen, Trauungen und Kirchenaustritten im Trend. Denn die Deutsche Bischofskonferenz verzeichnet deutschlandweit im Vergleich zu den Jahren 2013 und 2014 erneut leichte Zuwächse bei den Trauungen mit 44.298 (2014: 44.158, 2013: 43.728) und Taufen mit 167.226 (2014:164.833, 2013: 164.664).

Es gab im Jahr 2015 in der katholischen Kirche Deutschlands insgesamt 181.925 Austritte, während es im Jahr 2014 noch 217.716 waren.

Der bundesweite Prozentsatz der Gottesdienstbesucher lag 2015 bei 10,4 (10,9 im Jahr 2014).



„Menschen auf ihrem Glaubensweg Halt geben“
Weihbischof Diez weihte fünf Diakone

Fulda (bpf). „Der Gekreuzigte will Euch Halt geben, damit Ihr die Menschen auf ihrem Glaubensweg halten könnt“, sagte Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez am Samstag im vollbesetzten Fuldaer Dom zu fünf künftigen Diakonen. Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes spendete der Weihbischof vier Priesteramtskandidaten und einem Bewerber für den Ständigen Diakonat die Diakonenweihe. Zu Diakonen geweiht wurden Christoph Acker aus der Pfarrei St. Martin in Bad Orb, Bien Bui-Trong aus der Pfarrei Hl. Vietnamesische Märtyrer in Stuttgart und Ingo Heinrich aus der Stadtpfarrei Hl. Simplicius, Faustinus und Beatrix in Fulda, Florent Mukalay-Mukuba aus der Pfarrei St-Bavon/Regina Pacis in Kamina (Demokratische Republik Kongo) sowie im Hinblick auf den Ständigen Diakonat Matthias Respondek aus der Pfarrei St. Johannes der Täufer in Fulda-Johannesberg.


Unverbindlichkeit in Beziehungen und Freundschaften und die Angst, sich für eine verbindliche Lebensform dauerhaft zu entscheiden, kennzeichne heute die Grundhaltung vieler Menschen, betonte der Weihbischof zu Beginn seiner Predigt. „Andererseits kennen viele Menschen auch die Sehnsucht nach Klarheit, nach Entschiedenheit, nach Verbindlichkeit. Gerade junge Leute suchen nach klaren und verbindlichen Antworten auf ihre Fragen, nach überzeugenden Lebensrezepten, nach authentischen und echten Menschen, die ein Wort halten, das sie gegeben haben.“ Das gelte auch für das geistliche Leben. Auf einer Darstellung in der Schlosskapelle zu Tirol lehne sich Josef von Arimatäa an den am Kreuz schon auferstandenen Jesus Christus an und halte sich an ihm fest. Der Auferstandene gebe ihm Halt und lasse ihn Haltung bewahren. Diez erinnerte an die hl. Edith Stein, die auch im Angesicht Ihrer Deportation nach Auschwitz ungebrochen blieb, und betonte, dass es viele Menschen gebe, die selbst in extremen Situationen nicht ihre Würde verloren hätten. „Der Glaube, von Gottes Hand gehalten zu werden, sich von Christus gehalten zu wissen, ließ sie Haltung bewahren.“


Für einen ehrlichen Blick auf das eigene Selbst mit seinen Licht- und Schattenseiten könne das Gebetswort „Herr, du kennst mich!“ hilfreich sein. „Es will den Glauben bestärken und Vertrauen wecken, aus der Erfahrung im Glauben: Ich bin angeschaut, ich bin geliebt. Sicher kann es auch ein Wort sein, das mich richtet! Aber zuerst soll es ein Wort sein, das mich vertrauen lässt, das mir Geborgenheit schenkt.“ Jesus sage über die Größe eines Menschen: „Wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein.“ und „Denn auch der Menschensohn ist nichtgekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.“ Ein großer Mensch sei laut Diez, wer sich in das Licht der Wahrheit stelle, sich an Jesus festhalte, sich mit seinen Licht- und Schattenseiten dem göttlichen Du anvertraue und sich in allen Situationen seines Lebens von diesem getragen und gehalten wisse. Jeder der Diakone habe sich ein Ankerwort ausgesucht für sein Leben. „Es sind Worte, die Halt geben, Worte, die Gottes Haltung zu den Menschen darstellen“, betonte der Weihbischof.


Jahr der Barmherzigkeit

Von Bischof Heinz Josef Algermissen

Papst Franziskus hat für die katholische Weltkirche ein außerordentliches Heiliges Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen. Es soll am 8. Dezember 2015 beginnen und bis zum Christkönigssonntag 2016 dauern. Die Menschen mit der barmherzigen Liebe des Vaters in Berührung zu bringen, mit Christus als dem Antlitz der Barmherzigkeit des Vaters, ist das primäre Ziel. Es geht nicht in erster Linie um aufwändige Aktionen, sondern vor allem um glaubwürdige Umkehr und Neuausrichtung der Kirche in Glaube, Verkündigung und Leben.

 

Dieses Jahr wird uns auch einen Spiegel vorhalten angesichts der Fragen: Wonach werden wir am Ende beurteilt? Woran war zu erkennen, ob es uns wirklich innerlich ergriffen hat, Christen zu sein? Woran zeigt sich, ob wir auf der Seite Christi gestanden haben? Das ist das Raster für unsere tägliche Überprüfung, ohne die unser Beten und Handeln unglaubwürdig und leer würden. Mit provozierender Klarheit werden die Kriterien genannt:

  •     Hungrigen zu essen geben
  •     Dürstenden zu trinken geben
  •     Fremde und Obdachlose aufnehmen
  •     Nackten Kleidung geben
  •     Kranke besuchen
  •     Gefangene aufsuchen
  •     Tote begraben.

All diese Werke sind nicht deshalb gut, weil sie menschlich sind und der Christ unter anderem auch ein guter Mensch sein soll. Sie sind gut, zeitlos aktuell und für Christen ganz und gar nicht beliebig, weil sich Jesus Christus selbst mit den genannten Gruppen identifiziert. „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder (oder Schwestern) getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40). Augustinus sagt einmal: „Murre nicht, dass du in einer Zeit geboren wurdest, in der du den Herrn nicht mehr leiblich sehen kannst. Er hat dir diese Gnade nicht vorenthalten. Denn er spricht: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Sermo 103).

 

Mit großer Feierlichkeit wird im 25. Kapitel des Matthäus-Evangeliums (Verse 31-46) eine Gerichtsszene von der letzten Prüfung aller Menschen aufgebaut. Und durch die viermalige positive wie negative Wiederholung dieser Werke der Barmherzigkeit werden die Unterscheidungsmerkmale eindringlich dargestellt.

Interessant ist, dass weder die Guten sofort wissen, wo sie denn IHM begegnet sind, noch die Schlechten, wo sie IHM nicht begegnet sind. Wer wirklich Jesus Christus nachfolgt, begegnet ihm in den Armen. Sie sind indes nicht Objekte, um zu Christus zu gelangen, sondern er selbst gibt ihnen ihre eigene Würde als Subjekte. Sie sollen um ihrer selbst willen geliebt werden. Wer gar nicht merkt, wo die Armen sind und welche Zuwendung sie brauchen, der verpasst Christus, der bei den Armen zu finden ist. Die positive Ahnungslosigkeit der Guten, die selbstverständlich aus ihrem Innersten handeln, und die negative Ahnungslosigkeit der Gleichgültigen und Ichfixierten, die um sich selbst kreisen, stehen einander gegenüber.

 

Den Menschen zugewandt, weil Gott sich uns in Jesus Christus zugewandt hat, so soll ein Christ leben. „Seid barmherzig, wie euer Vater im Himmel barmherzig ist“ (Lk 6,36), das ist die logische Konsequenz. Und Jesus sagt in seiner Bergpredigt: „Selig die Barmherzigen, denn auch sie werden Erbarmen finden“ (Mt 5,7). Barmherzigkeit nicht in der Absicht, sich etwa den Himmel zu verdienen, sondern zuerst und grundsätzlich, weil wir alle aus Gottes Barmherzigkeit leben.

 

* * *

Vorstehender Beitrag erschien als „Wort des Bischofs“ in der Kirchenzeitung „Bonifatiusbote“

vom 22. November 2015.


Flucht und Migration

Vollversammlung des Katholikenrates zur aktuellen Lage

 

Fulda, Geisa, Hanau, Kassel, Marburg (mz) Zahlreiche Gäste hat der Fuldaer Katholikenrat zu einem Expertengespräch zu Flucht und Migration eingeladen. Gesprächsteilnehmer sind der Erste Kreisbeigeordnete im Landkreis Fulda Frederik Schmitt, die Lehrbeauftragte Edibe Hertel, der Leiter der Polizeidirektion Main-Kinzig Hans Günter Knapp und Monika Moser (PGR Innenstadtpfarrei Fulda) . Neben weiteren Gästen hat auch die Bürgermeisterin der Gemeinde Ebersburg (Rhön) Brigitte Kram ihr Kommen zugesagt. Die Gesprächsrunde im Fuldaer Bonifatiushaus beginnt am Freitagabend, 11. März um 19.15 Uhr. „Uns kommt es darauf an, die Gelegenheit wahrzunehmen und uns als kirchliches Gremium zur Flüchtlingsfrage zu positionieren“, so der Vorsitzende des Katholikenrates, Steffen Flicker (Fulda). Das Expertengespräch moderiert missio-Referent Steffen Jahn.

 

Am darauffolgenden Samstag treffen sich die Mitglieder des Fuldaer Priesterrates und Katholikenrates mit Vertretern der hauptamtlichen Laien im pastoralen Dienst, Mitgliedern der Bistumsleitung und Abteilungsleitern aus dem Bischöflichen Generalvikariat auf Einladung von Bischof Algermissen zu einem Zukunftskonvent. „Gemeinsam wollen wir den Fragen von Leitung, Verantwortung und Beauftragung von Laien in Pfarreien und an pastoralen Orten nachgehen“, so der Vorsitzende des Katholikenrates.

 

„Der Tag unter dem Titel „„Den Charismen Raum geben – und Gemeinsam Kirche sein – im und für die Menschen im Bistum Fulda“ will einen Beitrag leisten zu der derzeit im Bistum Fulda laufenden Diskussion um die Ziele für das strategische Handeln“, so der Steffen Flicker bschließend.                                                                    Fulda, 7. März 2016    ~wMe ~


Auf Menschen mit Fluchterfahrungen zugehen

Fuldaer Katholikenratsvertreter im Hessischen Landtag

 

Fulda, Geisa, Hanau, Kassel, Marburg (mz) Auf Einladung des Landtagspräsidenten Norbert Kartmann kamen Vertreter der Katholikenräte aus den Bistümern Fulda, Mainz und Limburg mit Abgeordneten aller Fraktionen im Hessischen Landtag zusammen. Hauptthema war der Umgang mit Menschen mit Fluchterfahrungen.

 

Landtagspräsident Kartmann dankte den katholischen Laienvertretern für ihr Engagement und würdigte den außerordentlichen Einsatz zahlreicher ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer aus katholischen Einrichtungen und Organisationen für die Erstaufnahme von Flüchtlingen.

"Im Gespräch mit den Politikern wurde deutlich, dass wir in der Frage der Aufnahme von Flüchtlingen als Staat und Kirche gemeinsam vor großen Herausforderungen stehen", betonte Steffen Flicker, der Vorsitzende des Katholikenrates im Bistum Fulda.

Mit Flicker waren zu dem Gesprächstermin auch Mechthild Struß aus Bad Hersfeld und Rudolf Amert aus Fritzlar. 

Fulda, 22. Februar 2016  ~wMe ~


Starttag für neu gewählte Pfarrgemeinderäte mit Rekordbeteiligung

Über 200 Pfarrgemeinderäte beim Einführungstag im Fuldaer Bonifatiushaus

 

Fulda, Geisa, Hanau, Kassel, Marburg (mz) In seiner Rede vor über 200 Pfarrgemeinderäten am vergangenen Wochenende im Fuldaer Bonifatiushaus rief Seelsorgeamtsleiter Peter Göb dazu auf, die „Grundsätze für die Ausrichtung der Pastoral“ wörtlich zu nehmen und vor Ort gemeinsam zu besprechen, was sie konkret für die Situation der Pfarrei bedeuten. Katholikenratsvorsitzender Steffen Flicker zeigte sich sehr erfreut über das große Interesse an der Startveranstaltung beglückwünschte die neu gewählten Ratsmitglieder zu ihrem neuen Amt.

 

Warum hast Du Dich aufstellen lassen?

Der Tag, der als Auftaktveranstaltung in die neue Amtsperiode vom Katholikenrat des Bistums Fulda veranstaltet wurde, begann am Samstag mit einem Informationsgespräch zu den Aufgaben und zum Arbeitsalltag der Pfarrgemeinderäte. Andreas Groher (Bad Soden Salmünster), Michael Bieling (Kassel), Matthias Bien (Bimbach) und Gisela Wyczysk (Bad Salzschlirf) gaben Rede und Antwort zu den Themen Verantwortung des Pfarrgemeinderates, Zusammenarbeit mit Hauptamtlichen, Spiritualität und Zukunft des Gremiums, die Mathias Ziegler moderierte. Christoph Heigel (Fulda) informierte anschließend über die konzeptionelle Arbeit des Pfarrgemeinderates.

 

Baustelle Bistum

Seelsorgeamtsleiter Pfarrer Peter Göb berichtete vom Stand der Bistumsplanung. Er forderte die Pfarrgemeinderäte auf, die „Zeichen der Zeit“ wahrzunehmen und entsprechend zu handeln. Die deutsche Kirche sei auf dem Weg der Veränderung. Ausdruck finde dies im Schreiben der Deutschen Bischöfe „Gemeinsam Kirche sein“. Im Bistum Fulda heiße dieser Veränderungsprozess seit 2002 „Um der Menschen Willen gemeinsam auf der Suche nach Gott“. Die gesellschaftliche Bedeutung der Kirche nehme ab. Dies sei einer der Gründe, neue Wege der Pastoral zu beschreiten. Seelsorge werde künftig weniger in der Hand einzelner oder kleiner Gruppen liegen. Nach den Worten von Seelsorgeamtsleiter Peter Göb ist jede und jeder verantwortlich für die Seelsorge. Besonders wies er auf die im vergangenen Jahr veröffentlichten „Grundsätze für die Ausrichtung der Pastoral“ hin. „Wir müssen Menschen zusammenbringen und ihnen sagen, da wo du bist, bist Du wertvoll; da wo du bist, hast du den Auftrag, in die Welt hineinzuwirken.“ Pfarrer Peter Göb warnte davor, weiterzumachen wie bisher. Als Beispiel nannte er in vielen Pfarreien wohnenden Menschen mit Fluchterfahrungen. „Wir sind zu allen gesandt, nicht nur zu denen, die kommen, sondern auch zu denen, die nicht da sind“, sagte Göb.

Pfarrer Göb lud die Pfarrgemeinderäte ein, in dem Bewusstsein „im Auftrag des Herrn“ unterwegs zu sein zu handeln und gemeinsam Kirche zu bauen. Als Getaufte und Gefirmte seien alle verantwortlich, dass die Botschaft des Glaubens zu den Menschen gelange.

 

Wir schaffen Lösungen

Nach dem Mittagsgebet, das Katholikenratsvorsitzender Steffen Flicker und Mechthild Struß (Bad Hersfeld) gestalteten, und der Mittagspause wurden die Pfarrgemeinderäte zu thematischen Gesprächen eingeladen. „Ziel des Tages ist, die Lösungskompetenz der Pfarrgemeinderäte zu unterstützen. Wir wollen sie in ihrer Aufgabe stärken, den Alltag in der Gemeinde zu meistern“, so Steffen Flicker. Folgende Gesprächskreise wurden angeboten:

Sitzung – flott und effizient , Andrea Koucky, Pastoralreferentin im Dekanat Fritzlar, Engagiert vor Ort und gemeinsam, bürgerschaftliches Engagement in der Kommune, Daniela Manke, Referentin für Gemeindecaritas, Diözesancaritasverband Fulda, Hilfe für Menschen auf der Flucht, Kooperation notwendig, Monika Gonzalez Dehnhardt, Sozialarbeiterin in der Flüchtlingshilfe beim Regionalcaritasverband Fulda, Daniel Heil, Flüchtlingshilfe in der Gemeinschaftsunterkunft Flieden, Neuhof und Rommerz, Aisha Furrukh, Flüchtlingshilfe, Den einzelnen im Blick, z.B. Besuchsdienst/Inhalt u Orga, Hannelore Dauzenroth, Gemeindereferentin in der Klinikseelsorge Fulda, Strukturie rtes Arbeiten im PGR – die 4 Grundvollzüge von Kirche , Christine Faupel aus Bad Orb, Leiterin im Projekt Gemeinde und Pastoralverbund, Große Entfernungen .. und doch zusammen, Kontakt halten, Alexander v. Rüden, Gemeindereferent, Pastoralverbund St. Heimerad Wolfhager Land, Im Glauben wachsen als PGR, Elke Ciba, Gemeindereferentin, Pastoralverbund St. Wendelinus Höhe Rhön, Sonntags ohne Pfarrer / und doch im Glauben lebendig , Pfr. Peter Göb, Seelsorgeamtsleiter im Bischöflichen Generalvikariat, Beauftragt und konkret verantwortlich im PGR, Irene Ziegler, Frauenreferentin, Bischöfliches Generalvikariat, Impulse für die Gemeindearbeit - Wie können wir voneinander lernen in der Weltkirche? Steffen Jahn, Missio-Referent im Bischöflichen Generalvikariat, Beheimatet in meiner Gemeinde / Orientierung in Fusion , Ernst Joachim Jost, Referent für Gemeindeberatung im Bischöflichen Generalvikariat.

 

Interview

Am Nachmittag stellten sich Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez, Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke, Personalreferent Domkapitular Christof Steinert und Seelsorgeamtsleiter Ordinariatsrat Peter Göb den Fragen von Steffen Flicker und Mathias Ziegler.

Seelsorge vollziehe sich vor Ort, sagte der Generalvikar. Deshalb soll es im größeren Raum viele pastorale Orte geben, wo Glaube gelebt, verkündet und gefeiert wird, war das Anliegen des Generalvikars. Solche Pastoralen Orte könnten früher eigenständige Gemeinden sein, es könnten auch Kindertagesstätten, ein Seniorenheim oder andere Einrichtungen sein, wo Menschen sich treffen und versammeln. „Es ist mein Anliegen, dass vor Ort das kirchliche Leben lebendig bleibt“, sagte Prof. Gerhard Stanke. Es sei wichtig, dass die Pfarrgemeinderäte sich verantwortlich fühlen, dass Menschen sich treffen und ihren Glauben leben. Es gelte, nicht zu warten bis die Menschen kommen, sondern dorthin zu gehen, wo sie sind.

Weihbischof Diez beobachtet, dass das Bewusstsein der Pfarrgemeinderäte sich verändert habe. Gerade bei den Visitationen sei nehme er die Zuversicht vieler Pfarrgemeinderäte wahr. Der Weihbischof sprach von einer realitätsbezogenen Aufbruchsstimmung. Er warb für eine kooperative Kirche, für eine Kirche der Teilhabe. „Die Überzeugung, dass wir gemeinsam Kirche sind, muss die konkrete Arbeit prägen“, so Weihbischof Diez.

Der Personalreferent des Bistums Christof Steinert forderte, dass die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen von der gemeinsamen Verantwortung aller Getauften für die Kirche geprägt sein solle. Es gelte, die Gaben aller Menschen in den Gemeinden zu wecken und dass Hauptamtliche noch mehr zu geistlichen Begleitern und Unterstützern werden. In einer säkular gewordenen Welt komme es darauf an, den gemeinsamen Auftrag mit der jeweiligen Profession und in dem Charisma, das jeder hat, zu erfüllen. Entscheidend sei, auskunftsfähig zu werden für die Menschen, die heute viele Fragen haben.

Pfarrer Göb sprach den Pfarrgemeinderäten Mut zu. Wer die Grenzen auch im eigenen Kopf überwinde, könne mutig im Pfarrgemeinderat Neues und oft Ungewohntes einbringen. So könne sich Kirche vor Ort gut entwickeln. Er rief dazu auf, die Kompetenzen und Ideen, die in den Pfarrgemeinderäten vorhanden sind, für die Entwicklung der Kirche zu nutzen.

 

Zum Abschluss des Tages informierten die Referentinnen und Referenten des Tages die Teilnehmer über die Unterstützungsangebote des Bistums.

 

„Ich danke den Teilnehmern und sehe den Tag als guten Start für unsere Pfarrgemeinderäte“, so Steffen Flicker.

Fulda,   16. Februar 2016  ~wMe ~


Bedrohtes Christentum

„Welt und Umwelt der Bibel“ weist auf jahrtausendealte Traditionen im Nahen Osten

und die gegenwärtige Not hin


Stuttgart . Das gegenwärtige Leiden der Christen im Nahen Osten vor dem Hintergrund ihrer jahrtausendealten Traditionen ist Thema der ersten Ausgabe der Zeitschrift „Welt und Umwelt der Bibel“ im neuen Jahr. „Die Kirchen des Orients haben in ihren Sprachen, ihrer Theologie und ihren Ausdrucksformen vieles bewahrt, was aus der Frühzeit des Christentums stammt. Erst durch die politischen Entwicklungen der Gegenwart geraten die orientalischen Kirchen mehr in den Blickpunkt,“ heißt es in der Einleitung zu dem Themenheft. Sowohl die verschiedenen Kirchen, ihre Liturgien und ihr kulturelles Erbe werden dargestellt wie auch deren mehr als tausendjähriges Zusammenleben mit dem Islam. Die mit dem Ersten Weltkrieg und dem Ende des Osmanischen Reiches verbundenen politischen und gesellschaftlichen Umbrüche werden als Hintergrund der gegenwärtigen Probleme beschrieben.


Von den Autoren wird nicht nur der Blick auf den Irak und Syrien gerichtet, sondern auch auf die Kopten in Ägypten und Libyen. Drei Interviews geben Einblicke in die gegenwärtige Lage der Christen in den Kampfgebieten des „Islamischen Staates“. Eine Religionswissenschaftlerin beschreibt die religiöse Vielfalt, die durch Minderheiten wie z. B. Jesiden oder Mandäer gekennzeichnet ist, und ihre rasante Veränderung. Neben dem Schwerpunktthema und archäologischen Nachrichten aus Welt und Umwelt der Bibel enthält jedes Heft im Jahr 2016 die Rubrik „voneinander wissen“. Sie beschäftigt sich mit grundlegenden Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Christentum und Islam. In der ersten Folge geht es um das Verständnis der jeweiligen religiösen Gemeinschaft: „Umma“ und „Kirche“. Lesern der Zeitschrift „Welt und Umwelt der Bibel“ bietet das Katholische Bibelwerk e. V. außerdem zum Schwerpunktthema des Heftes Studientage an in Mainz, Regensburg, Nürnberg, Hamburg und Aachen.

 

Die Zeitschrift „Welt und Umwelt der Bibel“ kann außer im Abonnement und im Zeitschriftenfachhandel auch einzeln bezogen werden bei: Katholisches Bibelwerk e.V., Postfach 150 365, 70076 Stuttgart, E-Mail: bibelinfo@bibelwerk.de , Tel. 0711/6192050, Fax 0711/6192077.


Bistum Fulda stellt Fragebogen zur Familiensynode online

Fulda (bpf). Vom 4. bis 25. Oktober findet in Rom die Bischofssynode zum Thema „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“ statt, an deren Ende konkrete Leitlinien für die Pastoral stehen sollen. Das Vorbereitungsdokument für die Synode, die sogenannten „Lineamenta“, hat der Vatikan am 9. Dezember 2014 veröffentlicht. Sie enthalten einen umfangreichen Fragebogen, der mit der Umfrage vergleichbar ist, die im vergangenen Jahr zur Vorbereitung der Außerordentlichen Bischofssynode stattfand. „Das Bistum Fulda hat auf seiner Homepage www.bistum-fulda.de den Fragebogen mit 46 Fragen online gestellt, um allen Gläubigen die Möglichkeit geben, sich gegenüber ihrem Bistum zu äußern“, unterstreich Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke. Da sich der Fragebogen an Einzelpersonen sowie an Multiplikatoren in Gemeinden, Gremien und Verbänden richtet, ist es auch möglich, nur ausgewählte Fragen zu beantworten. Die beim Bistum bis 13. März eingegangenen und dort gebündelten Antworten werden im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz gesichtet und mit der Position der Deutschen Bischofskonferenz sowie allen anderen eingegangenen Impulsen gemeinsam ausgewertet. Das dabei entstehende Dokument wird bis zum 15. April an das Synodensekretariat nach Rom geschickt.


Bischöfliche Pressestelle Fulda, 23. Februar 2015


FSJ-Stelle frei

Ab dem 1. August 2017 freie FSJ-Stelle in unserer Gemeinde

"Gemeinsam zum Geschenk"

Ferienspiele 2017 für Grundschulkinder von 6 - 13 Jahre vom 7. - 11. Aug. 2017

Erwachsenenfirmung

Die Firmung nachholen?
Komm! Mach dich auf den Weg!
5 Glaubens – und Gesprächs-abende für Erwachsene zur Vorbereitung auf das Sakrament der Firmung

Gemeindefahrt nach Limburg am 14. Mai 2017