Gottesdienste St. Peter und Paul

 

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Katholisches Pfarramt
St. Peter und Paul
Biegenstraße 18
35037 Marburg

Tel.: 06421 / 169570
Fax: 06421 / 1695720


Neue Öffnungszeiten
Mo. - Fr. 9.00 - 12.30 Uhr Mi. 13.00 Uhr - 16.00 Uhr


Blickpunkt

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe des "Blickpunkt", des Mitteilungsblattes unserer Gemeinde.


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Veranstaltungskalender

Kirchenjahr

Adventszeit


Advent

Christen in freudiger Erwartung auf das Weihnachtsfest

 

Fulda (bpf). Der Advent (von lat. adventus = „Ankunft“) ist die Vorbereitungszeit der Christen auf Weihnachten, das Fest der Geburt Jesu Christi, die „Ankunft“ des Herrn. Er beginnt am vierten Sonntag vor Heilig Abend (24. Dezember), in diesem Jahr also am Sonntag, 27. November. Eine Ausnahme bildet die Kirche von Mailand, wo von alters her der ambrosianische Kalender gilt, nach dem die Adventszeit sechs Wochen umfasst.

 

In den Gottesdiensten der Adventszeit werden Bibeltexte gelesen und Lieder gesungen, die die Ankunft des Erlösers, des Messias, zum Inhalt haben. Ein besonders schöner Brauch der Adventszeit ist der sogenannte Adventskranz, der mit Tannenzweigen umwickelt ist und vier Kerzen trägt, von denen an jedem Sonntag eine weitere angezündet wird. Die Idee stammt von dem evangelisch-lutherischen Theologen und Erzieher Johann Hinrich Wichern (1808–1881), der sich armer Kinder annahm und diesen die Wartezeit bis Weihnachten mit einem Kerzenkranz verkürzte.

 

Die Adventszeit war ursprünglich eine Zeit des Fastens – in den orthodoxen und orientalischen Kirchen ist sie dies heute noch. Sie wird auch als eine Bußzeit angesehen, in der man sich auf die Wiederkehr Christi als Weltenrichter vorbereitet. Deshalb tragen katholische Priester in der Messfeier violette Gewänder.

 

Zum allgemeinen Brauchtum gehört seit Anfang des 20. Jahrhunderts der „Adventskalender“ mit 24 Türchen, von denen jeden Tag eines geöffnet wird. Hinter den Türchen verbargen sich ursprünglich adventliche Bilder; heutzutage sind es oft auch Schokoladenfiguren oder Spielsachen.


St. Nikolaus

Fulda (bpf). Am 6. Dezember feiern die christlichen Kirchen das Fest des heiligen Nikolaus. Er ist einer der am meisten verehrten Heiligen der Christenheit. In der katholischen Kirche wird er häufig als „Nothelfer“ angerufen. Die orthodoxen Christen bezeichnen ihn als „Wundertäter“. Von der historischen Person gilt nur als sicher, dass er Bischof von Myra war, das heute an der türkischen Mittelmeerküste liegt. Wahrscheinlich lebte er im vierten Jahrhundert. Er wuchs in einer sehr vermögenden, aber auch sehr frommen und wohltätigen Familie auf. Als die Eltern während einer Pestepidemie gestorben waren, verteilte er sein Erbe unter die Bedürftigen und wurde Priester. Zu seiner eigenen Überraschung wurde der freigebige Mann vom Volk zum Bischof ausgerufen. Während der letzten großen Christenverfolgung unter Kaiser Galerius (um 310) wurde Nikolaus eingekerkert und misshandelt, aber nicht getötet. Schwer gezeichnet von den erlittenen Folterungen trat der Bischof beim berühmten Konzil von Nicäa (325) auf. Gestorben ist Nikolaus um das Jahr 350. Er ist der Patron von Russland und für zahlreiche Berufe, besonders aber der Schutzpatron der Kinder.

 

Um die Gestalt des stets hilfsbereiten Seelsorgers entwickelte sich schon sehr früh ein reges Brauchtum. Bereits im 10. Jahrhundert entstand in Mitteleuropa ein Brauch, der bis heute erhalten geblieben ist: Nikolaus besucht am Vorabend seines Gedenktages die Kinder und beschenkt sie. Das Bescherungsfest für Kinder hat seinen Ursprung vielleicht darin, dass der gütige Bischof, der als Wohltäter immer unbekannt bleiben wollte, nachts jeweils einen Beutel mit Goldstücken durch das Fenster in die Schlafkammer dreier Töchter eines verarmten Edelmannes warf, der nicht mehr wusste, womit er seine Familie ernähren sollte. Nun hatten die Mädchen eine Aussteuer und konnten heiraten. Darum wurden die Kinder auch ursprünglich heimlich beschenkt. Die Liebesgaben werden abends gerne in Schuhen, Stiefeln oder Strümpfen versteckt.