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Katholisches Pfarramt
St. Peter und Paul
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35037 Marburg

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Blickpunkt

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe des "Blickpunkt", des Mitteilungsblattes unserer Gemeinde.


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Veranstaltungskalender

Kirchenjahr

Fasten- und Passionszeit


Karneval

Fulda (kna/bpf). Als Karneval werden die „närrischen Tage“ vor der am Aschermittwoch beginnenden Fastenzeit bezeichnet. Die Namen für das meist in ursprünglich katholischen Gebieten veranstaltete Brauchtum sind regional unterschiedlich. Im Rheinland heißt es Karneval, in Mainz und Umgebung Fastnacht, in Fulda und der Rhön Foaset, im schwäbisch-alemannischen Gebiet Fasnet. Fosnat nennen es die Franken, im bayrisch-österreichischen Raum wird Fasching gefeiert. Seit dem zwölften Jahrhundert ist das Wort „Fastnacht“ im Mittelhochdeutschen bekannt. Das Wort Karneval stammt wahrscheinlich vom Italienischen „carne vale“, was „Fleisch, lebe wohl“ bedeutet. Vermutet wird, dass die Feiern neben christlichen Bezügen auch Wurzeln in germanischen und römischen Frühlingsfesten und Fruchtbarkeitskulten haben.

 

Seit dem 13. und 14. Jahrhundert gehören Gastmähler, Trinkgelage, Reiter- und Tanzspiele zu den Bräuchen der sogenannten „fünften Jahreszeit“. Kaum verändert hat sich die Art der Festlichkeiten: Mit Tanz, Spiel, Umzügen und Verkleidungen wird in den Tagen vor der Fastenzeit die bestehende Ordnung außer Kraft gesetzt und im Narrengewand verspottet. Hierauf deuten auch die „Gegenregierung“ des Elferrats und die Übergabe der Rathausschlüssel hin. Zeitkritische und anarchistische Elemente gehören besonders seit der Französischen Revolution zu Sitzungen und Umzügen. Höhepunkte der närrischen Zeit sind der Donnerstag vor Aschermittwoch, die Weiberfastnacht, der Rosenmontag und der Fastnachtsdienstag (Veilchendienstag), an dem der Karneval oft feierlich und tränenreich zu Grabe getragen wird. 


Aschermittwoch - Vierzigtägige Fastenzeit

Dem Leben neuen Sinn geben

Fulda (bpf). Am Aschermittwoch – in diesem Jahr am 10. Februar – beginnt die vierzigtägige Fastenzeit, mit der sich katholische Christen auf das Fest der Auferstehung Jesu von den Toten (Ostern) vorbereiten. Zum Beginn dieser „österlichen Bußzeit“ wird nach alter Tradition den Gottesdienstbesuchern als äußeres Zeichen der Bußgesinnung das Aschenkreuz aufgelegt.

 

Seinen Namen hat der „Aschermittwoch“ von der Praxis öffentlicher Buße, wie sie die Kirche einstmals kannte: Die Büßer legten ein Bußgewand an und wurden mit Asche bestreut. Schon in der Antike und im Alten Testament war Asche Symbol der Nichtigkeit und Vergänglichkeit. Im 10. Jahrhundert entfiel dann die öffentliche Kirchenbuße. Was blieb, war der Ritus der Aschenbestreuung. Etwa seit Ende des 11. Jahrhunderts wurde dazu die Asche der im Vorjahr am Palmsonntag benutzten Palmzweige verwandt.

 

Bis zum heutigen Tag lassen sich katholische Christen im Aschermittwoch-Gottesdienst mit Asche ein Kreuz auf die Stirn zeichnen – sichtbares Zeichen für die Vergänglichkeit allen Lebens: „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehrst.“ Der Aschermittwoch ist neben dem Karfreitag heute auch der einzige vorgeschriebene strenge Fast- und Abstinenztag in der katholischen Kirche. An ihm soll sich der Gläubige gemäß der kirchlichen Bußpraxis nur einmal satt essen und auf Fleischspeisen verzichten.

 

In der Fastenzeit lädt die Kirche alle Gläubigen ein, sich durch Buße und Umkehr auf die Feier des Todes und der Auferstehung Christi vorzubereiten. Bereits das Konzil von Nicäa (325) kannte eine vierzigtägige Vorbereitungszeit auf das Fest der Auferweckung Jesu von den Toten. Vorbild hierfür war Jesus selbst, der nach der Taufe im Jordan 40 Tage auf Nahrung verzichtete, wie die Evangelisten Matthäus und Lukas berichten.

 

Ursprünglich stand nicht der Aschermittwoch, sondern der sechste Sonntag vor Ostern am Anfang der „Quadragesima“. Doch die Kirche konnte sich den Sonntag nur als Festtag vorstellen, an dem man folglich auch nicht fastete. So wurde offenbar schon im sechsten oder siebten Jahrhundert der Beginn der Fastenzeit vom sechsten Sonntag vor Ostern auf den vorhergehenden Mittwoch festgelegt. Die 40 Tage waren damit gewahrt. Sie spielen schon im Alten Testament eine große Rolle: Vierzig Tage verbrachte Mose auf dem Berg, um Gottes Gebote entgegenzunehmen. Vierzig Tage wanderte Elia fastend und betend durch die Wüste, bis er am Horeb Gott in geheimnisvoller Weise erfahren durfte.

 

Viele Christen beginnen am Aschermittwoch zeichenhaft und ganz bewusst ihre „Fastenzeit“, indem sie sich beispielsweise in freier Entscheidung vornehmen, bis Ostern auf Alkohol, Rauchen oder Süßigkeiten zu verzichten. In ihren Weisungen zur kirchlichen Bußpraxis unterstreichen die deutschen Bischöfe ausdrücklich den Sinn eines solchen besonderen persönlichen Fastenopfers. Sie sehen die Bedeutung der Fastenzeit darin, sich selbst und den eigenen Lebensstil so zu ändern, „dass durch Besinnung und Gebet, heilsamen Verzicht und neue Sorge füreinander, Christus wieder mehr Raum in unserem Leben gewinnt“. Die Bischöfe heben besonders Wert und Zeugnis des gemeinsamen Freitagsopfers hervor, das verschiedene Formen annehmen könne: Verzicht auf Fleischspeisen, der nach wie vor sinnvoll und angemessen sei, spürbare Einschränkung im Konsum, besonders bei Genussmitteln, Dienste und Hilfeleistungen für den Nächsten. Durch Fasten, Gebet, Umkehr und Buße sollen die Christen ihrem Leben neuen Sinn geben. Nicht zuletzt laden die Bischöfe zum Empfang des Bußsakramentes ein. 


Palmsonntag und Palmzweige

Fulda (bpf). Zur Erinnerung an den Einzug Jesu in Jerusalem um das Jahr 30, bei dem die Menschen ihm mit Palmzweigen in den Händen zujubelten, kommen katholische Christen seit dem frühen Mittelalter an Palmsonntag vor ihrer Kirche zur Segnung der Palm- oder Olivenzweige zusammen, die in Deutschland traditionell zumeist durch Buchsbaum ersetzt sind. In diesem Jahr fällt der Palmsonntag auf den 29. März. Mit den „Palmsträußchen“, die im Fuldaer Land aus Buchsbaum und Weidenkätzchen zusammengebunden werden, ziehen die Gläubigen in einer Prozession in ihre Pfarrkirche ein, wo dann in der Heiligen Messe zur Einführung in die dem Palmsonntag folgende Karwoche erstmals die Botschaft vom Leiden und Sterben Jesu vorgetragen wird. Die geweihten Palmsträußchen nehmen die Gläubigen mit nach Hause, wo sie als Segenszeichen hinter die Kruzifixe in den Wohnungen gesteckt werden. Die in der Kirche verbliebenen Palmsträuße werden (seit Ende des 11. Jahrhunderts) im darauffolgenden Jahr zu der Asche verbrannt, mit der die Gläubigen dann an Aschermittwoch das Aschenkreuz auf die Stirn gezeichnet bekommen. 


Die Karwoche und das Klappern

Fulda (bpf). An Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag gedenken die Christen in Trauer des Leidenswegs und des Kreuzestodes Jesu Christi und seiner Grablegung, erwarten aber auch schon voller Vorfreude das Fest seiner Auferstehung an Ostern. An den heiligen Tagen von Gründonnerstagabend bis zum Ostermorgen („Triduum paschale“) werden Leiden und Tod, Grablegung und Auferstehung Jesu Christi in der kirchlichen Liturgie begangen. Das aus dem Althochdeutschen stammende „Grün“ kommt wohl von „Greinen (Weinen)“, und „Kar“ bedeutet so viel wie „Kummer“. So sind Karfreitag (neben Aschermittwoch in der Katholischen Kirche der einzige strenge Fasttag) und Karsamstag wichtige christliche Trauertage, die durch Stille und Einfachheit gekennzeichnet sind.

 

Deshalb gibt es keinen Altarschmuck, deshalb verstummen auch die Kirchenglocken, und an ihre Stelle treten an vielen Orten die Klapperkinder. Das Klappern mit Holzgeräten ist traditionell eine Aufgabe der Messdiener. Sie ziehen Karfreitag und Karsamstag zwei- oder dreimal täglich durch ihre Pfarrei bzw. ihr Dorf und klappern anstelle des Läutens der Kirchenglocken. Oft erhalten sie von den Bewohnern Geldgeschenke oder Süßigkeiten. Die Ministranten organisieren sich dabei in der Regel sehr gut selbst.