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Katholisches Pfarramt
St. Peter und Paul
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35037 Marburg

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Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe des "Blickpunkt", des Mitteilungsblattes unserer Gemeinde.


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Veranstaltungskalender

Kirchenjahr

Marienfeste

In Maria, der Mutter Jesu, erfüllt sich die Verheißung an Adam, Abraham und David.

Das Fest Mariä Empfängnis am 8. Dezember korrespondiert mit dem Fest Mariä Geburt (8. September), einem der ältesten Marienfeste, die die Stellung und die Bedeutung Mariens im Heilswerk Jesu Christi unterstreichen.

Als sie geboren wird, ist die Zeit erfüllt, dass Gott seinen Sohn senden kann. Maria hat vom Heiligen Geist den Sohn Gottes empfangen (Mariä Verkündigung, 25. März), der neun Monate später (25. Dezember) geboren wurde. Sie hat den erwarteten Erlöser zu den Menschen gebracht (Mariä Lichtmess, 2. Februar) und ist wegen ihrer einmaligen Verbindung mit Jesus nach der Vollendung ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die Herrlichkeit des Himmels aufgenommen worden, was die Kirche an Mariä Himmelfahrt (15. August) feiert. 


Mariä Empfängnis

Fulda (bpf). Am 8. Dezember feiert die Kirche das Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariä. Der vollständige Titel des Festes ist „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“ . Es ist nicht zu verwechseln mit dem Dogma von der Jungfräulichkeit Mariens bei der Empfängnis Jesu. Nach der Lehre von der Unbefleckten Empfängnis wurde die Gottesmutter Maria von jedem Makel der Erbsünde unversehrt von ihrer Mutter Anna empfangen und geboren. Papst Pius IX. verkündete das entsprechende Dogma am 8. Dezember 1854 . Er hielt sich dabei an die Regel, der gemäß ein Dogma nichts wirklich Neues formuliert, sondern das in Worte fasst, was bereits geglaubt wird.

 

Den Gedanken dieses Dogmas, dass Maria vom ersten Augenblick ihres Lebens an von der Erbschuld frei war, gibt es bereits seit vielen Jahrhunderten. Die liturgische Feier der Empfängnis Marias kam im 9. Jahrhundert von Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, nach Süditalien und Sizilien; aber durchgesetzt hat sich das Fest von England her, wo der heilige Anselm von Canterbury (1033-1109) es in seinem Bistum einführte. Zu den Befürwortern der Lehre von der Unbefleckten Empfängnis gehörten die Franziskanertheologen, allen voran Johannes Duns Scotus. Papst Sixtus IV. (1471-1484) führte das liturgische Fest der „Immaculata“ für die gesamte katholische Kirche ein, das Konzil von Trient (1545-1565) verkündete, die Aussagen der Erbsündenlehre beträfen Maria nicht. Einen besonderen Impuls erhielt die Frömmigkeit, als die junge Müllerstochter Bernadette Soubirous im Jahr 1858 in Lourdes erklärte, ihr sei die Muttergottes erschienen, die ihr über sich selber gesagt hatte: „Ich bin die Unbefleckte Empfängnis.“ Dabei ist sicher, dass Bernadette Soubirous diesen Begriff nicht kannte. 


Mariä Lichtmess

Fulda (bpf). Das Fest der „Darstellung des Herrn“ am 2. Februar, das die katholische Kirche gemeinsam mit den Ostkirchen feiert, trägt im allgemeinen Sprachgebrauch den Namen „Mariä Lichtmess“. Eigentlich ein Christusfest, ist es auch dem Gedenken Mariens gewidmet. Es bezieht sich auf den Bericht des Lukas-Evangeliums über den Besuch Marias im Tempel. Nach mosaischem Gesetz hatte sie nach der Geburt ihres Sohnes das vorgeschriebene Opfer der Reinigung, „ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben“ (Lk 2, 24), darzubringen und ihren Erstgeborenen dem Herrn darzustellen.

 

Auf den Namen „Lichtmess“ ist vielleicht das Wort des greisen Simeon „Du zeigst allen Völkern Dein Licht“ (Lk 2, 32) ein erster Hinweis. Schon aus frühchristlichen Zeiten wird im Zusammenhang mit der liturgischen Feier dieses Festes über Lichterprozessionen berichtet, so etwa aus dem Rom der Mitte des 5. Jahrhunderts. Spätere Zeugnisse erwähnen eine Lichterprozession zu Beginn des Monats Februar, die offenbar eine alte heidnische Sühneprozession verdrängen sollte. An den Bußcharakter erinnerte noch bis zum Jahre 1960 die in der katholischen Kirche vorgeschriebene violette Farbe der liturgischen Gewänder des Priesters bei dieser Prozession. Eine Segnung der bei der Lichterprozession mitgetragenen Kerzen wird um die Jahrtausendwende aus Gallien erstmals berichtet. Lichterweihe und Lichterprozession führten dann zu der im deutschen Sprachraum üblichen Bezeichnung „Lichtmess“ für dieses Fest.

 

Im bäuerlichen Arbeitsjahr bedeutete Lichtmess früher das Ende der Arbeiten im Haus und den Beginn der Feldarbeit. Das Gesinde bekam den Jahreslohn, und zwischen dem alten und dem neuen Dienstjahr gab es ein paar freie Tage. Es war also im bäuerlichen Alltag ein markantes Datum. So verwundert es nicht, dass sich dieser Tag denn auch in zahlreichen alten Bauernweisheiten findet. „Gibt’s an Lichtmess Sonnenschein, wird’s ein spätes Frühjahr sein“, heißt eine dieser Regeln. Wenn es dagegen an Lichtmess stürmt und schneit, so eine andere bäuerliche Erfahrung, „ist der Frühling nicht mehr weit“.  


Mariä Verkündigung

Fulda (bpf). Am 25. März feiert die Kirche das Hochfest „Verkündigung des Herrn“, auch bekannt als „Mariä Verkündigung“. Das Fest „Mariä Verkündigung“ wird neun Monate vor dem Fest der Geburt Jesu (Weihnachten) begangen und hat seinen Namen von der Verkündigung des Engels an Maria, dass sie von Gott als Mutter des Messias, des Sohnes Gottes, auserkoren worden war (Lk.1,26-38). Das Fest wurde in der Ostkirche bereits in der Mitte des 6. Jahrhunderts, in Rom im 7. Jahrhundert eingeführt.


 

Mariä Heimsuchung

Bei diesem Fest am 2. Juli gedenken die Christen der Begegnung von Maria mit ihren Verwandten Elisabeth und Zacharias, den Eltern Johannes des Täufers. Elisabeth begrüßte Maria mit den Worten: "Gebenedeit bist Du unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht Deines Leibes! Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?"


Die Heiligung Johannes des Täufers im Mutterschoß und der Gesang des Magnificat gehören mit zum Inhalt dieses Festes (Lk 1, 39 - 56).



Mariä Himmelfahrt

Fulda (bpf). Mariä Aufnahme in den Himmel, volkstümlich „Mariä Himmelfahrt“, gilt als das älteste ausschließliche Marienfest. Im Orient wahrscheinlich schon bald nach dem Konzil von Ephesus (431) aufgekommen, wurde es von Kaiser Mauritius (gest. 602) auf den 15. August festgesetzt. Über seine Feier in Rom enthält die erste Kunde ein Evangelienverzeichnis von Würzburg aus dem 7. Jahrhundert. Papst Leo IV. (847-855) gab ihm 847 eine Oktav. Im 9. Jahrhundert war es im Frankenland allgemein verbreitet.

Auch in Fulda Stadt und Land hat dieses Marienfest wohl schon früh Eingang gefunden. Nach der schweren Pestepidemie des Jahres 1350 wurde zu Mariä Himmelfahrt die sogenannte „Spenth-Prozession“ gestiftet, die jedes Jahr am Vortag zum Frauenberg führte und mit einer besonderen Armenspendung verbunden war. Im Anschluss an das Fest Mariä Himmelfahrt beging man im Hochstift Fulda mancherorts den sogenannten „Frauendreißiger“ mit Andachten und Messen durch dreißig Tage zu Ehren der Himmelkönigin. Manche Jahrgedächtnisse des Spätmittelalters im Hochstift Fulda wurden mit einer zusätzlichen Messe „von Unserer Lieben Frauwen hymmelfart“ begangen. Laut Kalendar des Präsenzregisters der Fuldaer Stadtpfarrkirche von 1486/87 wurde das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel am 15. August als „festum chori et fori“, d.h. als öffentlicher Feiertag, begangen.

Eine Marienlegende, die in der Volksfrömmigkeit besonderen Anklang fand, gibt an, dass die Apostel im Sarge der Gottesmutter statt des Leichnams Blumen gefunden hätten. Das verweist vermutlich auf Juvenalis, einen Bischof von Jerusalem in der Mitte des 5. Jahrhunderts, der gegenüber Kaiser Marcianus geäußert haben soll, dass die Leichentücher, in die Maria eingewickelt worden sei, „einen unbeschreiblichen Wohlgeruch verbreitet“ hätten. Von daher rührt wohl der Brauch, am Tag Mariä Himmelfahrt Kräuterbüschchen und Blumensträuße zu segnen. Im Hochstift Fulda ist bereits aus dem späten Mittelalter überliefert, dass am Fest Mariä Himmelfahrt überall „die kreuter und äpfel benediciert“ wurden.


Mariä Geburt

Fulda (bpf). Am 8. September feiert die Kirche das Fest Mariä Geburt. Es gehört zu den ältesten Marienfesten, die die Stellung und die Bedeutung Mariens im Heilswerk Jesu Christi unterstreichen. Wie Maria Himmelfahrt (15. August) und Maria Lichtmess (2. Februar) wird auch Mariä Geburt bereits seit dem 5. Jahrhundert begangen. Das Fest fasst die Vorgeschichte des Erlösungswerkes zusammen und macht die Erfüllung des Heils gegenwärtig.