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Katholisches Pfarramt
St. Peter und Paul
Biegenstraße 18
35037 Marburg

Tel.: 06421 / 169570
Fax: 06421 / 1695720


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Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe des "Blickpunkt", des Mitteilungsblattes unserer Gemeinde.


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Veranstaltungskalender

Kirchenjahr

Osterzeit


Ostern

Christen glauben an Leben nach dem Tod


Fulda (bpf). An Ostern feiern Christen die Auferstehung Jesu von den Toten. Im Zentrum des christlichen Glaubens steht das Bekenntnis, dass der Gottessohn durch sein Leiden und Sterben am Kreuz den Menschen den Weg zum ewigen Leben geöffnet hat. Höhepunkt des Kirchenjahres ist daher die Feier des heiligen Triduums (lat. „Zeitraum von drei Tagen“), die sich von Gründonnerstagabend bis Ostersonntagmorgen erstreckt. An diesen drei heiligen Tagen, die durch die Liturgie zu einer Feier verknüpft sind, werden Leiden und Tod, Grablegung und Auferstehung Christ in der Liturgie begangen. Die Gläubigen vollziehen den Gang zum Kreuz und zum Grab rituell nach. Sie sind sich bewusst, dass sie dadurch selbst zu Zeugen dieser historischen Ereignisse werden. Sie hören am Ostertag den Ruf des Engels am Grab, der im Markusevangelium überliefert ist: „Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier“.

 

Als Termin für das Osterfest legte die erste allgemeine Kirchenversammlung, das Konzil von Nizäa, im Jahr 325 den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond fest. Aus diesem Grund variiert das Osterdatum von Jahr zu Jahr. Mit einer fünfzigtägigen Festzeit, an deren Ende das Pfingstfest (griech. „pentekosté = der fünfzigste Tag“) steht, wird das Ostergeschehen gefeiert. Zuvor stehen die vierzig Tage der Vorbereitung der Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch beginnen. Die Zählung der Tage ergibt sich durch den Umstand, dass die Sonntage vom Fasten ausgenommen sind.

 

Die Feier der Osternacht wird seit der Urkirche als eine nächtliche Liturgie begangen. Sie soll nach Sonnenuntergang beginnen und beendet sein, wenn das Licht am Ostermorgen erstrahlt. Im römischen Ritus der katholischen Kirche gliedert sich die Osternacht in vier große Teile. Am Beginn wird ein Osterfeuer gesegnet, an dem die Osterkerze entzündet wird. In feierlicher Prozession wird die Kerze in die dunkle Kirche gebracht und ein feierlicher Lobgesang (Exsultet) auf das Licht angestimmt. Sodann folgt ein längerer Wortgottesdienst. In den Lesungen erinnern sich die Gläubigen an die wunderbaren Taten Gottes in der Geschichte, die Erschaffung der Welt und den Durchzug Israels durchs Rote Meer. Eingeleitet durch das Orgelspiel, das seit dem Gründonnerstagabend verstummt war, wird das Halleluja gesungen und anschließend der biblische Auferstehungsbericht verlesen. Darauf folgen die Weihe des Taufwassers und vielerorts die Taufe von Erwachsenen oder Kindern. Dadurch werden Menschen in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. In der ansc hließenden Eucharistiefeier (griech. „eucharistein = Dank sagen“) wird dann das Ereignis der Auferstehung festlich begangen. Hier empfangen die Gläubigen auch die hl. Kommunion (lat. „communio = Gemeinschaft“). 


Erstkommunion und Weißer Sonntag

Fulda (bpf). Am „Weißen Sonntag“, dem ersten Sonntag nach Ostern, empfangen viele Jungen und Mädchen im Alter von neun Jahren zum ersten Mal in ihrem Leben im „Brot des Lebens“ den Leib Christi, die heilige Kommunion. Sie nehmen so an der von Jesus Christus gestifteten Mahlgemeinschaft der Kirche teil. Die feierliche Erstkommunion bedeutet für die Kinder eine Erneuerung ihrer Taufe und eine bewusste Eingliederung in die kirchliche Gemeinschaft. Daher ist die Eucharistie auch eines der Initiationssakramente.

Auf dieses zentrale Fest des Glaubens haben sich die Kinder mit ihren Eltern, Seelsorgern und Katecheten intensiv vorbereitet, denn die Feier der Eucharistie ist „Quelle und Höhepunkt des ganzen kirchlichen Lebens“ (Lumen Gentium 11). Papst Benedikt XVI. hat 2012 betont, dass die Feier der Erstkommunion „mit großem Eifer, aber auch in Bescheidenheit“ erfolgen solle. „Dieser Tag bleibt zu Recht tief im Gedächtnis als erster Moment, in dem man die Bedeutung der persönlichen Begegnung mit Christus erfährt“, so der Papst. Im deutschsprachigen Bereich hat sich der Sonntag nach Ostern für die Feier der Erstkommunion eingebürgert. Als Datum für die feierliche Erstkommunion wird der „Weiße Sonntag“ erstmals im 17. Jahrhundert erwähnt. Die Feier findet aber oftmals auch an anderen Sonn- und Feiertagen statt. . Der Name des „Weißen Sonntags“ hingegen leitet sich von den weißen Gewändern ab, welche die Neugetauften in der frühen Kirche bei ihrer Aufnahme in die Kirche trugen.

Der „Weiße Sonntag“ wird seit dem Heiligen Jahr 2000 in der katholischen Kirche weltweit auch als „Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit“ begangen, der auf den Christus-Visionen der heiligen Maria Faustyna Kowalska im frühen 20. Jahrhundert beruht. 


Christi Himmelfahrt

Fulda (bpf). Die Christen aller Konfessionen feiern 40 Tage nach Ostern das Fest Christi Himmelfahrt. Berichtet wird von der Auffahrt Jesu Christi in den Himmel im Lukas-Evangelium und der Apostelgeschichte. Laut Katechismus ist mit Himmelfahrt der „endgültige Eintritt der menschlichen Natur Jesu in die göttliche Herrlichkeit“ gemeint. Die Feier von Christi Himmelfahrt war in den ersten Jahrhunderten mit dem Pfingstfest verbunden; seit dem 4. Jahrhundert entwickelte sie sich als eigenes Fest. Im Bistum Fulda finden alljährlich um Christi Himmelfahrt herum und am Festtag selbst an vielen Orten Bittprozessionen oder sogar ganze Bittwochen statt. Christi Himmelfahrt ist in Deutschland gesetzlicher Feiertag. 


Eisheilige

Fulda (bpm/bpf). Mitte Mai sind sie wieder in aller Munde, die Eisheiligen. Das Wetter zu dieser Zeit führt dazu, dass ihre Namen nicht vergessen sind: die Heiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia. Zur Mitte des Monats Mai können nämlich die Launen des Wetters noch einmal kalte Tage mit Minusgraden übers Land bringen. Die Bezeichnung dieser Tage mit den genannten „Eisheiligen“ ist auf den kirchlichen Heiligenkalender und die Prägung gerade des ländlichen Lebens durch die kirchlichen Feste zurückzuführen.

Vor allem in Norddeutschland und den Niederlanden wird der heilige Mamertus, dessen die Kirche am 11. Mai gedenkt, zu den Eisheiligen gezählt. Mamertus führte als Bischof des französischen Vienne die dreitägigen Bittage vor Christi Himmelfahrt ein, die noch heute in der Kirche begangen werden; er starb um 474. Am 12. Mai ist der Festtag des heiligen Pankratius. Dieser erlitt im Alter von 14 Jahren unter Kaiser Diokletian um 305 den Märtyrertod; er wird als Patron der jungen Saat und Blüten angerufen. Der heilige Servatius wird am 13. Mai gefeiert; er war im 4. Jahrhundert Bischof von Tongern und starb am 13. Mai 384 in Maastricht. In ganz Westeuropa breitete sich seine Verehrung schnell aus. Sein Grab in der Servatiuskirche in Maastricht wurde ein vielbesuchtes Wallfahrtsziel. An den heiligen Märtyrer Bonifatius von Tarsus erinnert die Kirche am 14. Mai. Wenig ist über ihn bekannt. Er wird oft mit Bonifatius, dem Apostel der Deutschen, verwechselt, dessen Gedenktag am 5. Juni ist. Sophia – ihr Tag wird auch als „eiskalte Sophie“ bezeichnet – starb in Rom als Märtyrerin unter Diokletian um 305; ihr Gedenktag ist der 15. Mai.