Gottesdienste St. Peter und Paul

 

Gottesdienste im Pastoralverbund

 

Neubau und Renovierung: Aktuelles

 

Nachrichten aus der Kirche

 

Kontakt

Katholisches Pfarramt
St. Peter und Paul
Biegenstraße 18
35037 Marburg

Tel.: 06421 / 169570
Fax: 06421 / 1695720


Neue Öffnungszeiten
Mo. - Fr. 9.00 - 12.30 Uhr Mi. 13.00 Uhr - 16.00 Uhr


Blickpunkt

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe des "Blickpunkt", des Mitteilungsblattes unserer Gemeinde.


Katholische Kirche in Marburg u. Fronhausen auf facebook

Veranstaltungskalender

Kirchenjahr

Weihnachtszeit


Weihnachten

Fulda (MBN/bpf). Die Christen in Deutschland und aller Welt feiern am 25. Dezember Weihnachten, das Fest der Geburt Jesu Christi, des Sohnes Gottes. Jesus Christus ist durch seine Mutter Maria in die Welt gekommen, um die Menschen von Sünde und Tod zu erlösen. Er ist gleichzeitig Gott und Mensch. „Im Geheimnis des fleischgewordenen Wortes hat sich Gott aus seiner Jenseitigkeit auf Augenhöhe mit uns Menschen begeben. Das ist die Bedingung unseres Heils und der Erlösung“, so drückt es der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen aus.


Das Wort „Weihnachten“ bedeutet „geweihte Nächte“. Nach dem Geburtsdatum Jesu Christi richtet sich unsere Zeitrechnung, doch hat sich der Mönch Dionysius Exiguus, der es im 6. Jahrhundert berechnete, geirrt, so dass als Geburtsjahr Jesu heute allgemein das Jahr 4 v. Chr. angenommen wird. Die Weihnachtszeit erstreckt sich von der ersten Vesper vor Christi Geburt (24. Dezember) bis zum Fest der Taufe Christi am ersten Sonntag nach Epiphanie (Erscheinung des Herrn am 6. Januar). Erstmals ist im Jahr 336 n. Chr. für Rom der 25. Dezember als Weihnachtsdatum bezeugt. Im antiken Rom war der 25. Dezember der Tag der Wintersonnenwende und das „Geburtsfest des unbesiegten Sonnengottes“. Historiker gehen davon aus, dass die frühe Kirche diesen Termin möglicherweise bewusst gewählt hat, um das heidnische Fest neu zu deuten.


Beim Evangelisten Lukas, der die gängigen Vorstellungen von Weihnachten am stärksten geprägt hat, findet sich die ausführlichste Beschreibung der Geburt Jesu. Seinem biblischen Bericht zufolge waren es Hirten, die zuerst Nachricht von der Geburt des Gottessohnes erhielten. Ihnen verkündete ein Engel: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkündige euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt in einer Krippe liegt.“ Dieses Ereignis soll sich in Bethlehem und Umgebung zugetragen haben. In Bethlehem, das knapp zehn Kilometer von Jerusalem entfernt liegt, steht heute die Geburtskirche.


Zur Weihnachtszeit gehören viele volkstümliche Bräuche wie beispielsweise das Aufstellen und Schmücken eines Weihnachtsbaumes in der Wohnung oder in der Kirche. Kinder zu beschenken war im ausgehenden Mittelalter Tradition am 6. Dezember, dem Nikolaustag. Erst Luther und der Protestantismus setzten gegen diesen Brauch den Weihnachtstag. In Kirchen und Häusern stellen die Menschen eine Krippe auf. Als Nachbildung des Stalles, in dem Jesus geboren wurde, zeigt sie Figuren des Kindes, Marias und Josefs, der Hirten und der drei Weisen aus dem Morgenland.


Allerdings gibt es aufgrund unterschiedlicher Kalenderberechnung heute zwei Termine für das Geburtsfest Jesu: Katholiken, Protestanten und ein Teil der orthodoxen Christen feiern Weihnachten am 25. Dezember nach dem 1582 eingeführten Gregorianischen Kalender. Der andere Teil der Orthodoxie verwendet hingegen noch den Julianischen Kalender, und der 25. Dezember entspricht hier derzeit dem 7. Januar nach dem Gregorianischen Kalender. Die meisten in Deutschland lebenden orthodoxen Christen feiern Weihnachten am 25. Dezember.


Fest der Darstellung des Herrn (Mariä Lichtmess)

Fulda (bpf). Das Fest der „Darstellung des Herrn“ am 2. Februar, das die katholische Kirche gemeinsam mit den Ostkirchen feiert, trägt im allgemeinen Sprachgebrauch den Namen „Mariä Lichtmess“. Eigentlich ein Christusfest, ist es auch dem Gedenken Mariens gewidmet. Es bezieht sich auf den Bericht des Lukas-Evangeliums über den Besuch Marias im Tempel. Nach mosaischem Gesetz hatte sie nach der Geburt ihres Sohnes das vorgeschriebene Opfer der Reinigung, „ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben“ (Lk 2, 24), darzubringen und ihren Erstgeborenen dem Herrn darzustellen.

 

Auf den Namen „Lichtmess“ ist vielleicht das Wort des greisen Simeon „Du zeigst allen Völkern Dein Licht“ (Lk 2, 32) ein erster Hinweis. Schon aus frühchristlichen Zeiten wird im Zusammenhang mit der liturgischen Feier dieses Festes über Lichterprozessionen berichtet, so etwa aus dem Rom der Mitte des 5. Jahrhunderts. Spätere Zeugnisse erwähnen eine Lichterprozession zu Beginn des Monats Februar, die offenbar eine alte heidnische Sühneprozession verdrängen sollte. An den Bußcharakter erinnerte noch bis zum Jahre 1960 die in der katholischen Kirche vorgeschriebene violette Farbe der liturgischen Gewänder des Priesters bei dieser Prozession. Eine Segnung der bei der Lichterprozession mitgetragenen Kerzen wird um die Jahrtausendwende aus Gallien erstmals berichtet. Lichterweihe und Lichterprozession führten dann zu der im deutschen Sprachraum üblichen Bezeichnung „Lichtmess“ für dieses Fest.

 

Im bäuerlichen Arbeitsjahr bedeutete Lichtmess früher das Ende der Arbeiten im Haus und den Beginn der Feldarbeit. Das Gesinde bekam den Jahreslohn, und zwischen dem alten und dem neuen Dienstjahr gab es ein paar freie Tage. Es war also im bäuerlichen Alltag ein markantes Datum. So verwundert es nicht, dass sich dieser Tag denn auch in zahlreichen alten Bauernweisheiten findet. „Gibt’s an Lichtmess Sonnenschein, wird’s ein spätes Frühjahr sein“, heißt eine dieser Regeln. Wenn es dagegen an Lichtmess stürmt und schneit, so eine andere bäuerliche Erfahrung, „ist der Frühling nicht mehr weit“.  


Blasiussegen

Fulda (bpf). In enger Verbindung mit Maria Lichtmess und den Lichterprozessionen steht auch der sogenannte Blasiussegen, der sich auf den Märtyrer Blasius von Sebaste (gestorben ca. 316) bezieht. Der Armenier Blasius, der auch ärztlich tätig war, wird in der orientalischen und abendländischen Kirche sehr verehrt. Er erlitt unter Kaiser Licinius ein schreckliches Martyrium: Zuerst mit Stöcken geschlagen, dann auf der Folter mit eisernen Kämmen zerfleischt, wurde er schließlich enthauptet.

Schon im 6. Jahrhundert wurde der „Bischof mit dem erbarmenden Herzen“ – wie er im Volk gern genannt wurde – bei Krankheiten und besonders bei Halskrankheiten angerufen, letzteres deshalb, weil er nach der Legende einen Knaben, den eine im Rachen haftende Fischgräte dem Erstickungstode nahegebracht hatte, durch sein Gebet rettete. Dies ist auch der Anlass für den Blasiussegen, den der Priester dem Gläubigen mit zwei gekreuzten brennenden Kerzen erteilt. Er ist in dieser Form seit dem 16. Jahrhundert bezeugt. Das Licht der Kerzen verweist auf die Gemeinschaft mit dem Auferstandenen und auf die Teilhabe an seinem Licht. Zugleich will diese Erinnerung an die „Gemeinschaft des Lichtes“ als Bitte verstanden werden, dass sich hier und jetzt die schützende Nähe des Herrn erweisen möge. Der heilige Blasius soll durch seine Fürsprache Gottes Heil und Segen erwirken.

 

Bis heute hat das gläubige Volk St. Blasius nicht vergessen. Er zählt zu den heiligen 14 Nothelfern und ist auch Patron der Fuldaer Stadtpfarrkirche.