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Katholisches Pfarramt
St. Peter und Paul
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Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe des "Blickpunkt", des Mitteilungsblattes unserer Gemeinde.


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Veranstaltungskalender

Kirchenjahr

Zweite Hälfte des Kirchenjahres


Allerheiligen und Allerseelen

Fulda (bpf). An Allerheiligen (1. November) gedenken die Christen der Verstorbenen. Ursprünglich war dieser Tag jedoch ein österliches Fest, an dem die Kirche an die unbekannten Heiligen erinnerte. Der neue Festtermin 1. November entstand in Irland im 8./9. Jahrhundert. Durch die irisch-schottischen Mönche gelangte das Allerheiligkeitsfest im 9. Jahrhundert auf den Kontinent. Als Initiator gilt der Theologe Alkuin.

Allerheiligen ist nicht allein das Fest der offiziell Heiliggesprochenen, denn an diesem Tag bekennt die Kirche, dass es eine große Schar von Heiligen aus allen Zeiten und Völkern gebe. Die Katholische Christenheit glaubt, dass viele Verstorbene wie Heilige verehrt werden können. Von diesen Menschen wird angenommen, dass sie die höchste Vollendung ihres Lebens in Gemeinschaft mit Gott erreicht haben. Die erste förmliche Heiligsprechung (Kanonisation) durch den Papst erfolgte für den hl. Ulrich von Augsburg (923-973) im Jahre 993.

Allerseelen (2. November) ist der eigentliche Totengedenktag. Die Kirche feiert beide Festtage in der Überzeugung, dass durch Jesus Christus eine Verbindung zwischen Lebenden und Toten besteht. Der Allerseelentag etablierte sich seit dem Hochmittelalter, befördert durch das burgundische Benediktinerkloster Cluny. An diesem Tag wird jener Toten gedacht, die sich, so nimmt die Kirche an, in einem Reinigungszustand befinden und noch keine volle Gemeinschaft mit Gott erreicht haben. Für diese Menschen wird gebetet, um ihnen zu helfen.

Allerheiligen ist in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland gesetzlicher Feiertag.


Halloween

Fulda (bpf). Halloween ist in den letzten Jahren als das Fest der leuchtenden Kürbisköpfe, Gruselpartys und Geisterumzüge aus den USA nach Deutschland gekommen. Es wird in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November gefeiert. Einerseits lässt es sich als eine Art Winterkarneval begreifen, der sehr stark kommerzialisiert und auf Konsum ausgerichtet ist. Andererseits ist es, wenn es von den Menschen wirklich als ein Fest der bösen Geister ernst genommen wird, auch ein Ausdruck des Neuheidentums.

Die Ursprünge von Halloween liegen in vorchristlichen Bräuchen im keltischen Irland, ähnlich dem Saturnalienfest vor dem römischen Neujahr. Die keltischen Druiden feierten ursprünglich damit das Sommerende. Heidnischer Vorstellung nach suchten die Toten in der Nacht des 31. Oktober die Lebenden, um deren Körper für das nächste Jahr in Besitz zu nehmen. Zur Abschreckung der bösen Geister verkleideten sich die Menschen und spukten selbst bei Nacht durch die Straßen.

Halloween hat seinen Namen erhalten, dadurch dass die Kirche den heidnischen Brauch des Druidenfestes in Irland im 9. Jahrhundert als „All Hallows’ Eve“, den Vorabend von Allerheiligen, tolerierte. Die Iren, die Mitte des 19. Jahrhunderts ihr Land wegen der großen Hungersnot verließen, machten das Fest in den USA populär. Dort kam es dann zu dem Brauch, Kürbisse auszuhöhlen, ihnen eine gruselige Fratze zu geben, sie mit einer Kerze zu beleuchten oder in Geisterzügen durch die Straßen zu gehen. Amerikanische Kinder sagen „Trick or treat“, wenn sie mit ihren Kürbissen von Haus zu Haus gehen, um Süßigkeiten zu erheischen. „Trick or treat“ meint, entweder sie bekommen Süßigkeiten oder sie spielen einen Streich.Lorem ipsum dolor sit amet consectetuer enim fames amet nibh et. Laoreet Nunc id Sed dui urna dis convallis cursus Lorem a. Cursus diam natoque leo nulla vitae feugiat purus odio id volutpat.


Katholische Anmerkungen zum Reformationsgedenken 2017

„Wort des Bischofs“ zum Sonntag, 30. Oktober 2016

 

Ich möchte von einer grundsätzlichen Feststellung ausgehen und von diesem Ausgangspunkt einige Impulse zur ökumenischen Lage anbieten. Dabei stütze ich mich auch auf das Dokument der Lutherisch/Römisch-katholischen Kommission im Blick auf das Reformationsgedenken im Jahr 2017 „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ (2013).

 

Ich bin sicher, dass das Reformationsgedenken für Katholiken keine Jubelfeier sein kann, sondern Anlass zu Besinnung, Schuldbekenntnis und Umkehr sein muss.

Die Reformation hat ihr Ziel nicht erreicht, eine grundlegende Reform der Kirche zu bewirken. Sie hat zur Spaltung geführt. Das ist ihre Tragik.

 

Martin Luther ist es zunächst um eine Reform der ganzen Kirche und gerade nicht um eine Reformation im Sinne der mit ihr schließlich zerbrochenen Einheit der Kirche und des Entstehens von neuen reformatorischen Kirchen gegangen. Nimmt man diese Intention ernst, muss man in der historischen Tatsache, dass die Reform damals nicht zur Erfüllung gelangen konnte, nicht nur das Versagen der damaligen römischen Kirche erblicken, sondern auch das Nicht-Gelingen der Reformation selbst, wie beispielsweise der evangelische Ökumeniker Wolfhart Pannenberg mit Recht immer wieder in Erinnerung gerufen hat. In seiner Sicht lag den Reformatoren nichts ferner als die „Abtrennung evangelischer Sonderkirchen von der einen katholischen Kirche“ (W. Pannenberg, Gesammelte Aufsätze, Göttingen 1977, S. 255).

Diese historische Einsicht kann umgekehrt nur bedeuten, dass es erst beim ökumenischen Bemühen um die Wiedergewinnung der Einheit der Kirche auch um die Vollendung der Reformation selbst geht. Und dass man folglich vom gemeinsamen Reformationsgedenken auch einen neuen und mutigen Impuls für den Prozess der ökumenischen Annäherung erwarten muss.

Von daher stellt sich aus ökumenischer Sicht die Frage, wie der Bruch mit der Tradition zu verstehen ist, ob sich die Reformation des 16. Jahrhunderts als Reform der Kirche verstanden oder ob sie nicht doch in einem viel radikaleren Sinn zu einer Wesensveränderung geführt hat.

 

Diese Frage stellt sich vor allem deshalb, weil es durchaus verständlich ist, dass die Reformatoren große Probleme mit der mittelalterlichen Form der Papstkirche gehabt haben, dass sie indes keineswegs zur frühkirchlichen Quelle zurückgekehrt sind, sondern sich immer mehr von jenem kirchlichen Grundgefüge verabschiedet haben, das sich seit dem 2. Jahrhundert herausgebildet hat und das die katholische Kirche mit allen orthodoxen und orientalisch-orthodoxen Kirchen teilt, nämlich die sakramental-eucharisti-sche und die episkopale Grundstruktur der Kirche. Da nach diesem altkirchlichen Verständnis Kirche dort ist, wo das Bischofsamt in der sakramentalen Nachfolge der Apostel und damit auch die Eucharistie als Sakrament, dem der Bischof und der Priester vorstehen, gegeben sind, kommt man nicht um das Urteil herum, dass mit der Reformation ein anderer Typus von Kirche entstanden ist und die aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen auch bewusst auf andere Weise Kirche sein wollen.

 

Von daher stellt sich die für mich grundlegende ökumenische Frage nach dem Verhältnis zwischen Reformation und Tradition, genauerhin die Frage, wie sich die Reformation zur gesamten Tradition der Kirche verhält, von der uns immerhin 1.500 Jahre gemeinsam sind.

Und in diesem weiteren Horizont wäre auch die Frage zu beantworten, wie wir heute, und zwar die ökumenischen Partner für sich und gemeinsam, die Reformation betrachten: nach wie vor, wie in der Vergangenheit üblich, als Bruch mit der bisherigen Tradition der Christenheit, oder in einer bleibenden Kontinuität mit der gesamten Tradition der universalen Kirche.

Von der Beantwortung dieser Grundfrage hängt nicht nur die Art und Weise ab, in der wir Katholiken uns am Reformationsgedenken beteiligen können, sondern auch und vor allem, wie der ökumenische Dialog der katholischen Kirche mit den aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen weitergehen soll.

 

Konkret: Wir haben auf beiden Seiten allen Grund, Klage zu erheben und Buße für die Missverständnisse, Böswilligkeiten und Verletzungen zu tun, die wir uns in den vergangenen 500 Jahren angetan haben. Ein solcher öffentlicher Bußakt müsste jedenfalls der allererste Schritt bei einem gemeinsamen Reformationsgedenken sein.

Aus Buße folgt die Hoffnung, dass das gemeinsame Reformationsgedenken uns die Möglichkeit schenkt, weitere Schritte auf die erhoffte Einheit zu tun und nicht bloß beim Erreichten stehen zu bleiben. Dafür erbringt das ökumenische Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ einen wichtigen Beitrag, in dem es die sichtbare Einheit der Kirche als Ziel unserer ökumenischen Bemühungen in Erinnerung ruft. 2017 kann dann eine Chance werden, wenn dieses Jahr nicht etwa der Abschluss, sondern ein Neubeginn des ökumenischen Ringens um die volle Einheit zwischen den aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen und der katholischen Kirche sein wird.

Für die katholische Kirche ist die ökumenische Bewegung sowohl geistlich wie lebenspraktisch ein irreversibler Prozess; für sie gibt es keine Alternative auf dem Weg zur Einheit.


Christkönigssonntag

Fulda (bpf). Am letzten Sonntag des Kirchenjahres – in diesem Jahr am 20. November – feiert die Katholische Kirche das Christkönigsfest. 1925 wurde es von Papst Pius XI. eingeführt und auf den letzten Oktobersonntag gelegt. Seit 1969 wird es am Sonntag vor dem 1. Advent begangen. Am Christkönigssonntag wird daran erinnert, dass Jesus Christus der Herr über den ganzen Kosmos ist und die Zeit in seinen Händen hält. Christus ist das Alpha und Omega, der Anfang und das Ende jeglicher Existenz. Er ist der König, der sich wie der gute Hirte um seine Herde sorgt und auch den Verlorenen nachgeht. Dass Christus ein König ist, geht aus dem hervor, was er zu Pilatus sagt: „Ich bin ein König; ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme“ (Joh 18, 37).