Gottesdienste St. Peter und Paul

 

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Nachrichten aus der Kirche

 

Kontakt

Katholisches Pfarramt
St. Peter und Paul
Biegenstraße 18
35037 Marburg

Tel.: 06421 / 169570
Fax: 06421 / 1695720


Neue Öffnungszeiten
Mo. - Fr. 9.00 - 12.30 Uhr Mi. 13.00 Uhr - 16.00 Uhr


Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe des "Blickpunkt", des Mitteilungsblattes unserer Gemeinde.


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Veranstaltungskalender

Pfarrkirche St. Peter und Paul, Marburg

Die Pfarrkirche St. Peter und Paul

liegt an der Biegenstraße, einer der Hauptverkehrsachsen der Marburger Innenstadt und zählt zu den markantesten Gebäudekomplexen der Stadt. Vorplatz und Eingangsbereich der Kirche, Treffpunkt für Gottesdienst- und Konzertbesucher, liegen leicht erhöht und sind über einige Stufen zu erreichen. Die Bepflanzung lockert den Platz auf, nimmt ihm etwas von seiner Strenge und lädt zum Verweilen ein. Rechts an die Kirche angefügt sind das Gemeindehaus mit dem katholische Kindergarten. Zum Gebäudekomplex gehören das Pfarrhaus und das Roncalli-Haus, der Sitz der Katholischen Hochschulgemeinde. Die auffallend große und hoch gebaute Kirche ist weithin sichtbar, vor allem dank ihres separat stehenden 42 Meter hohen Glockenturms. Auf dem Turm ist ein großer beweglicher Wetterhahn angebracht, der golden in der Sonne glänzt. Der Kirchenraum selbst besteht aus einem längs-rechteckigen Kubus mit drei Anbauten. Besonders markant ist die angebaute lamellenförmige Fensterfront im Süden. Der Eingangsbereich liegt in einem weiteren, östlichen Vorbau, der mit Glasbetonfenstern gestaltet ist. Auffallend ist, dass die Kirche, anders als die meisten Gotteshäuser, nicht in Richtung Osten, also Richtung Jerusalem, ausgerichtet ist, sondern nach Westen. Dadurch nimmt St. Peter und Paul deutlich Bezug auf die nahegelegene Elisabethkirche, die traditionsreiche Kirche der Stadt mit der Grablege der hl. Elisabeth.

Den Kirchenraum gliedern massive Steinwände aus rötlichem, grob behauenen Sandstein sowie eine Lichtwand aus Beton und Glas. Im Chorraum ist die Steinwand hinter dem Altar durch eine relativ flache Nische aufgebrochen, die sich bis unter die Decke zieht. Sie wird von beiden Seiten durch bunte Glasbetonfenster indirekt beleuchtet. In dieser farbig hell gehaltenen Nische schwebt die mächtige Bronzeplastik des auferstandenen Christus. Die rechte Seitenwand der Kirche ist aus Rotsandstein errichtet. Sie soll Bezug nehmen auf den Apostel Petrus, einen der Kirchenpatrone, und wird deshalb Petruswand genannt. Auf der linken Seite sind die einzelnen in Betonbänder integrierten Fensterflächen fächerförmig angeordnet und in Richtung Osten ausgerichtet. Sie nehmen das Licht der Morgensonne auf. Bunt ergießt sich das Licht über die hellen Betonflächen und verleiht der Sandsteinwand auf der gegenüberliegenden Seite eine warme Tönung; der ganze Raum wird so weit und warm. Diese linke Seitenwand wird Pauluswand genannt, weil sie offen und licht ist. Der Völkerapostel Paulus brachte das Evangelium den Heidenvölkern, öffnete die Türen und Fenster und erfüllte so den Auftrag Jesu, zu allen Menschen zu gehen, die Botschaft von Jesus Christus, dem Gekreuzigten, zu verkünden und die Menschen zu Jüngern Jesu zu machen.

Licht fällt in die Kirche vor allem durch die seitwärts in der Faltwand befindlichen Glasfenster. Erhard Klonk aus Marburg hat sie gestaltet. Die indirekte Lichtzuführung lässt den Raum nach draußen - zur Welt hin - geöffnet erscheinen. Die Fenster sind nach Osten ausgerichtet und nehmen das Licht der Morgensonne auf. Im Laufe des Tages ändern sich die Lichtverhältnisse, die Stimmung im Kirchenraum wechselt.

Die Christusplastik an der Altarwand Der erste Blick beim Betreten der Kirche fällt auf die massive Bronzeplastik des auferstandenen Christus (1966). Geschaffen wurde diese durch denDarmstädter Künstler Hermann Tomada (+ 1997). Geradezu schwebend ist sie dargestellt auf der weißen Rückwand der Kirche. Er, der Auferstandene, ist uns in dieser Zeit nahe, mitten in seiner Gemeinde. Er steht uns hilfreich zur Seite. Mit seinen großen Händen lädt Christus seine Gemeinde zum Wagnis des Glaubens ein, das uns aus dem engen, iridischen Leben hinausführt in die Freiheit der Liebe Gottes. Tod ist nicht Ende. Christus lebt. Ein Zeichen der Hoffnung.


Christ fuhr gen Himmel.

Was sandt er uns hernieder?

Er sandte uns den Heilgen Geist

zum Trost der armen Christenheit.

Kyrieleis.


Christ fuhr mit Schalle

von seinen Jüngern allen.

Er segnet` sie mit seiner Hand

und sandte sie in alle Land.

Kyrieleis.


Halleluja, Halleluja, Halleluja.

Des solln wir alle froh sein;

Christ will unser Trost sein.

Kyrieleis.

Fenster im Eingangsbereich

Betritt der Besucher die Kirche, wird er von außen die aus Beton und Glas gestaltete Wand im Eingangsbereich kaum als etwas Besonderes wahrnehmen und lediglich die vielfältigen geometrischen Formen sehen. Wendet er aber im Innenraum seinen Blick nach hinten, Richtung Osten, erschließt sich ihm die ganze Pracht dieser Fensterfront. Besonders in der Morgensonne leuchtet sie in intensiven Rot- und Blautönen. Dieses Glasbetonfenster stellt nach Intention seines Schöpfers, des Künstlers Prof. Rudolf Haegele (1926-1998) aus Aalen, das Pfinstereignis in allen Farben und Schattierungen dar. Es soll die Buntheit des Lebens vor Augen führen. Dabei symbolisiert die rote Farbe die Zungen von Feuer, die beim Pfingstereignis über die Menschen kamen. Das Blau steht für das Wasser der Taufe. Es ist konsequent, dass unter der Orgelempore, in unmittelbarer Nähe dieses Fensters, auch das Taufbecken platziert wurde, denn Taufe und Pfingsten sind in engem theologischen Zusammenhang zu sehen. Auf der Empore wurde dem Fenster eine große Orgel vorgebaut. 1963 im 1. Bauabschnitt mit 21 Registern eingeweiht, damals eine der größten Orgeln des Bistums, und 1978 erweitert. - Planung und Ausführung: Orgelbaustätten Matthias Kreienbrink, Osnabrück.

Krypta

Die Treppenabgänge rechts und links neben dem Altar führen in die Krypta, die der Heiligen Elisabeth geweiht ist. Der Raum wird von vier Pfeilern gestützt. Sie sind ein Symbol für die vier Evangelisten, deren Glaube auch für uns heute Stütze sein soll. Im Zentrum der Krypta steht ein schlichter Altar aus Buntsandstein. In der Altarplatte sind die Reliquien des heiligen Bonifatius (Patron der Diözese) und der heiligen Flora (röm. Märtyrerin) eingelassen. In der Krypta werden die Wochentagsmessen und die Kindergottesdienste gefeiert.

Die Krypta wird durch eine Fensterreihe aus Glasbeton erhellt. Entworfen und ausgeführt hat sie Prof. Rudolf Haegele, Aalen. Die Fenster berichten aus dem Leben der heiligen Elisabeth. In der Mitte finden wir die Heilige mit der Marburger Grabeskirche in der linken Hand, über die sie schützend ihre Rechte hält. Umgeben ist sie von vielen Rosen, die bei Sonneneinstrahlung glühend rot leuchten. In den anderen Fenstern sind die sieben Werke der Barmherzigkeit zu sehen, Hungernde speisen, Dürstende tränken, Nackte bekleiden, Fremde und Obdachlose aufnehmen, Gefangene befreien und die Toten begraben.

Im Sockel des Altars befindet sich in einer Nische ein kostbares Elisabethreliquiar. Es enthält einen Knochenpartikel der Heiligen, der vom damaligen Wiener Erzbischof anlässlich der Kircheneinweihung an St. Peter und Paul geschenkt wurde sowie ein Saumstück ihres Tertiarengewandes (aus Oberwalluf, Rheingau). Reliquiar und Altarkreuz mit den beiden Leuchtern sind Arbeiten von + Sr. Lioba Munz, OSB, Fulda. An der linken Wand hängt seit Dezember 2003 eine Elisabethstatue. Walter Unterholzner, ein junger Künstler aus Südtirol hat sie aus Zirbelkiefer geschnitzt. Ihr Gewand ist schlicht, es zeigt die Tracht einer Hospitalschwester. Elisabeth neigt sich liebevoll einem Bettler zu, der auf eine Krücke gestützt, um ihre Hilfe bittet. Sie reicht ihm Brot und einen Krug mit Wasser. Elisabeths ganze Zuwendung galt den Ausgegrenzten, den Armen und Kranken.

Tabernakel

Auf der rechten Seite des Altars befindet sich der Tabernakel in Form einer Sakramentestele. Sie besteht aus behauenem Muschelkalk und bezieht sich optisch auf die vertikale Form des Altarraums. Hier, im "Heiligen Zelt", wird das eucharistische Brot, die gewandelten Hostien der hl. Messe, aufbewahrt. Die Tabernakeltür ist aus Bronze gefertigt und mit Bergkristallen besetzt. In der Mitte leuchtet ein großer Rosenquarz. Die Sakramentestele wurde 1969 vom Marburger Bildhauer Johannes Schönert (Jahrgang 1936) geschaffen. Er arbeitete bewusst ungegenständlich, um dem Betrachter eigene Deutungsmöglichkeiten zu überlassen.

Marienstele

Auf der linken Seite am Ende des Seitenschiffs begegnet der Besucher der Kirche einer modernen "Schutzmantelmadonna", 1976 vom Schweinfurter Bildhauer Heinrich Söller (1903-1997) geschaffen. Söller vergegenwärtigt Maria als junge Mutter, verhalten lächelnd, ihr Kind auf dem Arm tragend. Während das Jesuskind dem Betrachter einen vorsichtig interessierten Blick zuwirft, breitet Maria ihren Mantel über die Menschen aus, die sich ihr bittend zuwenden. Ihr Fuß tritt dabei auf eine Schlange, die Verkörperung des Bösen. Oft sieht man hier Menschen sitzen, die im Gebet verweilen und ihr Leben vor der Madonnenfigur zur Sprache bringen. Ein Ort der "Naherholung für die Seele".

Rupert-Mayer-Altar

Im hinteren Drittel der Kirche, der gläsernen Lamellenwand vorgebaut, steht seit Januar 1989 ein Altar zum Gedenken an Pater Rupert Mayer, S.J. (1876-1945). Das Kunstwerk wurde vom Cartellverband Katholischer Deutscher Studentenverbindungen (CV) gestiftet und vom bayerischen Bildhauer Leopold Hafner (Jahrgang 1939) aus Aicha vorm Wald geschaffen.

In eine hohe, rötlich-grau marmorierte Holzstele ist ein Bronzemedaillon mit dem Reliefbildnis des seligen Pater Rupert Mayer S.J. eingelassen. Die kleineren kugelförmigen Elemente, die das Bildnis unmittelbar umfangen, sollen an die Kugeln der beiden Weltkriege erinnern, aber auch an die Kugeln, die in Todeslagern und Gestapo-Gefängnissen fielen. Das Medaillon wird zusätzlich eingefasst von stilisierten, kubistisch anmutenden Perlen eines Rosenkranzes. Die Farbgebung der Stele nimmt den Farbklang der Bruchsteinwände des Kirchenraumes auf. Eine schlichte Bronzeplatte, unterhalb des Medaillons angebracht, trägt den Namen und die Lebensdaten dieses mutigen Jesuitenpaters.


Wie kommt St. Peter und Paul zu einem Rupert Mayer Altar?


Rupert Mayer, Jesuitenpater in München (1876-1945), wurde wegen seiner mutigen und kraftvollen Predigten gegen das nationalsozialistische System zu einer Leitfigur des katholischen Widerstandes. Trotz Verfolgung und mehrfacher Verhaftungen durch die Geheime Staatspolizei ließ er sich den Mund nie verbieten, um mit seinen Worten das Regime anzuprangern. Er erlebte zwar noch das Kriegsende, verstarb aber bereits am 1. November 1945 an den Folgen der jahrelangen Internierung im Konzentrationslager Oranienburg. Rupert Mayer war auch Mitglied der kath. Studenten-verbindungen Aenania München und Guestfalia Tübingen, beide dem Cartellverband (CV) zugehörig. Der CV hat sich in den Jahren 1955-1959 maßgeblich an der Verwirklichung des Kirchenneubaus St. Peter und Paul beteiligt und in Erinnerung an die gefallenen CV-Mitglieder des 2. Weltkrieges diesen Altar gestiftet. In der Vitrine wird der dieser gefallenen CV-Mitglieder gedacht. Die Gedenkstätte in der Kirche St. Peter und Paul fordert zur Besinnung auf, sie soll ermutigen, sich nach dem Vorbild Rupert Mayers zu verhalten und im Leben Gewissenstreue und Zivilcourage zu beweisen.


Das Lieblingsgebet von Pater Rupert Mayer, SJ

Herr

Wie Du willst, soll mir gescheh´n,

und wie Du willst, so will ich geh´n

hilf Deinen Willen nur versteh´n.


Herr

wann Du willst, dann ist es Zeit

und wann Du willst, bin ich bereit

heut und in alle Ewigkeit.


Herr

was Du willst, das nehm´ich hin,

und was Du willst, ist mir Gewinn,

genug, dass ich Dein Eigen bin.


Herr

weil Du´s willst, drum ist es gut,

und weil Du´s willst, drum hab ich Mut:

Mein Herz in Deinen Händen ruht.

Kreuz

Ein besonderes Schmuckstück, das von Stil und Kunstrichtung her auf den ersten Blick nicht in den modernen, nüchternen Kirchenraum zu passen scheint, ist ein barockes Kreuz, angebracht im vorderen Drittel der Glasfensterwand. Das Kruzifix, vermutlich aus dem 17. Jahrhundert, stammt aus Prachatitz in Böhmen und hat eine besondere Geschichte. Mehr als 100 Jahre war es im Besitz der Familie Fink und nahm in deren Haus einen Ehrenplatz im Hof ein. Am Ende des Zweiten Weltkriegs musste die Familie das Sudetenland verlassen; nur die Mutter, die mit einem Tschechen verheiratet war, blieb zurück. Nach dem Tod ihres Mannes 1953 floh sie und brachte in einer Nacht- und Nebelaktion das Kreuz in ihre neue Heimat in Wehrda bei Marburg. Hier überließ ihre Familie der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul das Kreuz, um ihm einen neuen, würdigen Aufenthalt zu geben. Es wurde bald für viele Vertriebene, die im Marburger Land ansässig geworden waren, zu einem Anziehungspunkt. Der Gekreuzigte und sein Kreuz erinnern somit zum einen an das Schicksal vertriebener Menschen, zum anderen an den Neubeginn der Nachkriegsgemeinde.

FSJ-Stelle frei

Ab dem 1. August 2017 freie FSJ-Stelle in unserer Gemeinde

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Ferienspiele 2017 für Grundschulkinder von 6 - 13 Jahre vom 7. - 11. Aug. 2017

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Gemeindefahrt nach Limburg am 14. Mai 2017